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Kathedrale von Paris: Notre-Dame – die Kathedrale, die ein Liebesroman weltberühmt machte

Notre-Dame ist das meistbesuchte Monument in ganz Paris. Nicht die Könige Frankreichs machten sie weltberühmt, sondern ein Roman, der die Liebe Europas zum Mittelalter entfachte.


Der Roman "Der Glöckner von Notre Dame" lebt in den Verfilmungen weiter. Hier die Version von 1966 mit Gina Lollobrigida als Esmeralda und Anthony Quinn als Quasimodo.

Der Roman "Der Glöckner von Notre Dame" lebt in den Verfilmungen weiter. Hier die Version von 1966 mit Gina Lollobrigida als Esmeralda und Anthony Quinn als Quasimodo.

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Notre-Dame – das ist die berühmteste Kathedrale von Frankreich. Jeder kennt ihre wuchtigen Doppeltürme und ihre grotesken Figuren. Dabei ist Notre-Dame nicht die wichtigste Kirche. Für Baustil und Kirchenreform war die Abtei von Cluny in Burgund entscheidend, für das französische Königtum die Kathedrale von Saint-Denis. Dort sind die Merowinger Chlothar I.und Dagobert begraben. Der Begründer der Dynastie der Karolinger, der gewaltige Hausmeier, Karl Martell – später der "Hammer" Gottes genannt - ließ sich dort bestatten. Seit Hugo Capet fanden in Saint-Denis fast alle französischen Könige ihre letzte Ruhe. Krönen ließen sie sich auch nicht in Notre-Dame, sondern in der Kathedrale von Reims. Nur Napoleon machte eine Ausnahme, er krönte sich selbst 1804 zum Kaiser der Franzosen in der Kathedrale von Paris.

Mitten in Paris 

Doch Notre-Dame ist die Kirche der Stadt Paris, sie wurde nicht als Klosterkirche weitab in der Wildnis errichtet. Sie liegt im historischen Zentrum von Paris auf der Ostspitze der Seine-Insel Île de la Cité. Ihre wuchtigen 69 Meter hohen Türme prägen das Stadtbild, der nun eingestürzte Vierlingsturm reichte sogar in die Höhe von 93 Metern. Die Kathedrale Notre-Dame ist heute das meistbesuchte Monument von Paris, rund 13 Millionen Touristen bewundern sie jedes Jahr - mehr als den Eiffelturm.

Dort wurde die Kathedrale auf dem Platz eines Vorgängerbaus errichtet, der bereits zur Zeit Childebert I. in den Jahren um 540 bis 550 entstanden war. Die Arbeiten an ihr begannen 1163, zur Zeit des Hochmittelalters. 200 Jahre wurde an der Kirche gearbeitet. Der Prozess begann in der Zeitenwende von Romanik zur Gotik. Das blieb nicht ohne Folgen. Im Laufe des Baus wurden Elemente der ersten Bauabschnitte wieder abgerissen, weil der romanische Stil nicht mehr zu der gotischen Westfassade passte. Der fortschreitende Bau der gewaltigen Kirche begleitete den Aufstieg Paris an die Spitze Frankreichs. Mit dem Zerfall des Reiches der Karolinger bröckelte auch die Macht der Könige Frankreichs. Nur in einem sehr langen und mühsamen Prozess konnten sie ihre Herrschaft über die Île-de-France hinaus ausdehnen.

Ihre größte Bedeutung erlangte die Kirche allerdings nicht im Mittelalter. Ausgerechnet in ihrer dunkelsten Stunde markierte die Kirche eine historische Wende. In der Französischen Revolution wurde Notre Dame, wie viele andere Kirchen und Klöster entweiht und zerstört. Kurze Zeit fungierte die Kirche als "Tempel des höchsten Wesens", später wurde sie zum Weinlager degradiert.

Das Mittelalter wurde neu entdeckt

Doch 1831 erschien der Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo. Dieses Buch besaß eine Bedeutung für Literatur und Kultur, die man sich heute nicht vorstellen kann, wenn man nur die Disney-Verfilmungen kennt. Victor Hugos Roman der Liebe des missgestalteten Glöckners Quasimodo zur schönen Zigeunerin Esmeralda ist eingebettet in eine lebenspralle Geschichte des Paris des Spätmittelalters. Zentrales und immer wiederkehrendes Motiv ist dabei die Beschreibung der Kathedrale. Sie bildet quasi den Anker der Geschichte.

Hugo rückte die Schönheit des Baus in den Blick. Im Kleid des historischen Romans wurde das Mittelalter wiederentdeckt. Kurz zuvor erschien das Zeitalter zwischen dem Untergang des römischen Imperiums und der Renaissance als dunkle Periode, in der ein finsterer Aberglauben herrschte. Die Gebäude und Viertel galten als überholt, muffig, dunkel und kalt – als Fall für die Abrissbirne.

Der romantische Blick Hugos schuf ein Bild des Mittelalters, wie es die Populärkultur noch heute pflegt. Danach verklärte ganz Europa die Zeit der Ritter und entdeckte die eigenen Wurzeln in dieser Zeit. Für die Kathedrale hatte der Erfolg des Buches ganz praktische Folgen. 1844 entschied man sich, Notre-Dame de Paris nicht weiter verfallen zu lassen, sondern die Kathedrale aufwendig zu restaurieren.

Der unglückliche Glöckner und die schöne Zigeunerin gehören seitdem zu den Paaren, die den Ruf von Paris als Stadt der Liebe begründen.


Sehen Sie auch im Video: So sieht es nach dem Brand aus – Aufnahmen zeigen die schweren Schäden im Inneren von Notre-Dame

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(