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Neues Magazin F-Mag: Warum macht mich das an? Eine Hinwendung zu den eigenen Sexfantasien

Die eigenen Sexfantasien können das Selbstbild ins Wanken bringen. Sollten sie aber nicht.

Von Birgit Schütz

Beim Sex im Kopf geht es nicht um die Verschmelzung von Eizelle und Spermium.  Aber Flüssigkeiten können eine Rolle spielen.

Beim Sex im Kopf geht es nicht um die Verschmelzung von Eizelle und Spermium.

Aber Flüssigkeiten können eine Rolle spielen.

Meine erste sexuelle Fantasie entsprang ausgerechnet einem Comic von "Asterix und Obelix". Was mich erregte, war ein einziges Bild: Der Kopf der kurvenreichen Prinzessin Orandschade liegt auf einem Henkerblock, eine Träne rollt über ihre Wange, ihr feiner Hals streckt sich ungeschützt Richtung Beil. Gleich wird der Henker die scharfe Klinge mit voller Kraft auf ihren Hals hinunterschleudern. Es war nur dieser Augenblick, der mich erregt hat, nicht die Geschichte davor, nicht die Rettung danach. Die Schöne, in ihrer Verletzlichkeit ausgeliefert – gleich wird das Beil niedersausen, gleich.

Ich stehe also darauf, körperlich ausgeliefert zu sein? Wie peinlich! Damals war ich erst zehn Jahre alt, aber ich wusste schon, dass ich dieses Gefühl niemals preisgeben wollte. Heute weiß ich: Ich bin nicht allein. Zwei von drei Frauen haben Unterwerfungsfantasien, die sie sexuell stimulieren, das haben kanadische Forscher der Université du Québec à Montréal herausgefunden. Sogar Vergewaltigungsfantasien erregen einige Frauen – auch wenn keine Frau eine reale Vergewaltigung erleben möchte. Ausgerechnet heute – im Zeitalter der Alltagspornografie – schämen sich viele Menschen für ihre sexuellen Fantasien, halten sie für pervers, auch wenn kein Experte sie so einstufen würde.

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Carola, 30, fantasiert

von hässlichen Männern

Ich mag das Gefühl, unterworfen zu werden. Oder mich fallen zu lassen. Es war schlimm für mich zu realisieren, dass ich darauf stehe. Ich bin unabhängig, selbstständig und lesbisch, definiere mich auch nicht als Frau. Mann, Frau, das sind nur Rollen. Warum ich es schön finde, dominiert zu werden, musste ich erst lernen: Tatsächlich behält man ja die Kontrolle, auch wenn man vermeintlich ausgeliefert ist. Man kann in jedem Moment Stopp sagen. Keine Eindeutigkeit, so was mag ich. Vorher war ich  genervt, dass die Biologie mein Weltbild zerrüttet. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl: Es ist in Ordnung. Es gibt allerdings eine Sexfantasie, die ich noch nie jemandem erzählt habe. Meine Freundin und ich sind nackt und haben Sex. Drumherum stehen hässliche Männer und holen sich darauf einen runter. Wir werden herabgewürdigt und benutzt. Das finde ich heiß und masturbiere dazu. Ich hasse diese Fantasie. Das ist nämlich genau das, wogegen ich mich als Lesbe wehre.

Mehr dazu lesen Sie im neuen F Mag. Seit dem 8. März am Kiosk und online bestellbar unter f-mag.net.

Das F Mag ist seit dem 8. März am Kiosk erhältlich.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.