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J. Peirano: Der geheime Code der Liebe: "Ich habe ihn mit Nachrichten bombardiert - jetzt meldet er sich nicht mehr"

Gina hat auf Facebook einen Ex-Freund wiedergefunden. Sie trafen sich, alles lief super. Doch während er wenig Nachrichten schrieb, bombardierte Gina in regelrecht. Jetzt meldet er sich gar nicht mehr. stern-Stimme Julia Peirano hat einen Rat für Gina.

Zu viele Nachrichten geschickt?

Gina hat sehr viele Nachrichten an ihren neuen Schwarm geschrieben. War das vielleicht zu viel?

Hallo Frau Peirano,

ich habe vor vier Monaten einen Mann, Mark, auf Facebook wieder gefunden, mit dem ich vor 23 Jahren etwas hatte. Er wollte eine Beziehung, aber ich habe ihn abgelehnt. Dann gab es 23 Jahre Funkstille.

Nach einigen Treffen kamen wir uns näher, aber ich habe ihm zu verstehen gegeben, dass ich keine Beziehung möchte. Wir haben uns weiterhin getroffen und geschrieben. Nach relativ kurzer Zeit hat er mir erzählt, dass er noch mit seiner Ex-Freundin zusammen in einer Wohnung lebt. Das hat mich gewundert, aber ich habe mich gefreut dass er so ehrlich war. Eigentlich lief alles sehr gut soweit, außer dass ich, das muss ich leider zugeben, ihn sehr oft angeschrieben habe. Ich habe ihn manchmal wirklich genervt. Aber wenn von ihm einfach nichts kommt, dann muss ich ja fragen, oder?

Ich habe ihm gesagt, dass bei mir Gefühle entstanden sind, und dass ich mich sehr wohlfühle in seiner Gegenwart.
Er sagte mir, dass er in einigen Wochen umziehen wird und dass alles besser wird, wenn er seine eigene Wohnung hat. Dann hat er mir auch gesagt, dass er nicht antwortet, wenn er viel Stress hat. Und ich habe den Fehler gemacht und geschrieben und geschrieben… Jetzt meldet er sich überhaupt nicht mehr, aber von mir kommt auch nichts mehr.
Wie soll ich mich verhalten? Ich weiß nicht weiter, aber wahrscheinlich bin ich selber daran schuld, dass er sich nicht mehr meldet.

Können Sie mir einem Rat geben? Dankeschön. 

MfG Gina B.

Liebe Gina B.,

ich wurde ehrlich gesagt nicht ganz schlau aus Ihrer Geschichte und habe noch einige Fragen dazu.

- Sie haben bereits vor 23 Jahren mit Mark keine "richtige" Beziehung gewollt, sondern ihn abgelehnt. Was waren die Gründe dafür? Wissen Sie das noch oder können Sie sich daran erinnern?
Jetzt haben Sie beide sich wieder getroffen, und Sie haben ihm wieder zu verstehen gegeben, dass Sie keine Beziehung mit ihm möchten. Warum war das so? Was gibt es an ihm, was Sie stört oder Ihnen Angst macht?

Partnerschaft: 4 untrügliche Zeichen, dass deine Beziehung sich dem Ende nähert


Und kurz darauf sind Sie, ohne dass ich verstehe, was sich verändert hat, plötzlich Feuer und Flamme für Mark und sagen ihm, dass Sie Gefühle für ihn haben. Was ist innerlich und äußerlich passiert? Gab es gute Gespräche? Haben sich Missverständnisse aufgeklärt? Sind Sie sich körperlich näher gekommen und das hat alles verändert? Was glauben Sie, wie dieser Sinneswandel sich für Mark darstellt? Wie wäre es, wenn Sie mal die Perspektive wechseln und sich vorstellen, dass ein Mann Sie zweimal zurückweist? Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass Mark auch nicht verstehen und nachfühlen kann, warum Sie ihn plötzlich wollen. Er traut Ihren Gefühlen nicht und will sich – bewusst oder unbewusst - vor erneuten Zurückweisungen und Verletzungen schützen.

Ohne dass mir klar wird, warum, hat sich die Lage hat sich anscheinend um 180 Grad gedreht. Erst wollen Sie ihn nicht, dann wollen Sie ihn auf jeden Fall. Und das zeigen Sie ihm auch. Sie schreiben ihm oft, ohne darauf zu warten, ob und wie er Ihnen antwortet.

Mir kommt es so vor, als wenn Sie selbst sich in Ihrem eigenen Gefühlsleben nicht so gut auskennen. Sie können Ihre Gefühle nicht sicher lesen und wissen oft nicht, warum Sie etwas fühlen. Und weil es Ihnen schwer fällt, sich selbst zu erkennen, ist es auch nicht leicht, sich in Ihr Gegenüber hinein zu versetzen und die Zeichen, die man (in diesem Fall Mark) Ihnen sendet, richtig zu lesen. Mark dringt nicht zu Ihnen durch, wenn er durch seine Sendepause anzeigt: "Das geht mir zu schnell. Das wird mir zu viel."

Sie haben diese Zeichen ignoriert, und ich kann mir vorstellen, dass Mark sich bedrängt gefühlt hat. Möglicherweise war er verwirrt davon, dass Sie ihn erst zurückgewiesen haben und nun mit aller Kraft erobern wollten. 

Ich befürchte, dass es in dieser Beziehung nun zu spät ist, etwas zu verändern. Mark hat die Reißleine gezogen und meldet sich nicht mehr. Wie wäre es, wenn Sie diese Geschichte als Anlass nehmen, sich Ihre eigenen Gefühle genauer anzuschauen, indem Sie Tagebuch schreiben, mit Freundinnen reden und möglichst langsam vorgehen. Ich glaube, dass Sie dann mehr Klarheit und Sicherheit über sich und andere gewinnen.
Wenn Sie es sich vorstellen können, kann auch eine Gruppentherapie helfen. Denn die anderen Teilnehmer geben Ihnen Rückmeldung, wie Sie auf andere wirken. Und durch den Austausch über Gefühle können Sie lernen, sich besser wahrzunehmen und auszudrücken.

Ich wünsche Ihnen viel Klarheit und einen guten Kontakt zu sich selbst.

Julia Peirano 

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.