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USA Eltern sind empört: Schule rät Schülerinnen zu sogenannter Shapewear

Junge Mädchen sollten laut einer US-amerikanischen Schule Shapewear für ein positives Körperbild tragen (Symbolbild)
Junge Mädchen sollten laut einer US-amerikanischen Schule Shapewear für ein positives Körperbild tragen (Symbolbild)
© Getty Images
Eine Schule im US-Bundesstaat Mississippi wollte gegen das negative Körperbild vieler jungen Mädchen vorgehen. Die Lösung: Das Tragen von Shapewear. 

Gerade mit der Pubertät setzen sich die meisten Mädchen mit ihrem eigenen Körperbild auseinander und vergleichen sich mit ihren Mitschülerinnen. In Verbindung mit Film, Fernsehen und Social Media stellt sich so häufig eine Unzufriedenheit ein, was das eigene Aussehen betrifft. 

Eine Schule im US-Bundesstaat Mississippi wollte dem nun entgegenwirken – und Griff mit ihrer Aktion voll daneben. Wie CNN berichtet, sollen die Schülerinnen ein Rundschreiben mitgegeben bekommen haben, in dem Eltern ankreuzen sollten, ob sie ihrer Tochter Shapewear bestellen möchten, damit diese selbstbewusster mit ihrem Körper umgehen. Unter Shapewear versteht man figurformende Wäsche, die gewisse "Problemzonen" von Frauen kaschiert.

"Gesunde Literatur" und Shapewear gegen ein negatives Körperbild 

An die Öffentlichkeit gelangte diese Aktion von Ashley Heun, deren 13-jährige Tochter die 8. Klasse der Middle School in Southaven besucht. Auf Twitter postete die Mutter das besagte Rundschreiben mit dem Titel "Warum leiden Mädchen unter ihrem Körperbild?" Darunter werden die Probleme mit dem weiblichen Körperbild erörtert. "Wir, die Beraterinnen und Berater der Southaven Middle School, würden Ihrer Tochter gerne gesunde Literatur über ein positives Körperbild anbieten", heißt es unter anderem im Brief.

Fassungslos teilte Heun den Brief über die sozialen Netzwerke und schrieb "Ich bin entsetzt über die Tatsache, dass sie versuchen, ein 'negatives Körperbild' zu verbessern, indem sie SHAPEWEAR nach Hause schicken." Schnell schlossen sich ihr andere Eltern an und stimmten ihr zu. "Ich musste es ein paar Mal lesen", gesteht Heun gegenüber CNN, "mein erster Instinkt war, zur Schule zu gehen und alle Leute anzuschreien, die ich finden konnte." Ihre Tochter indes fand den Brief einfach nur "dumm". 

Mutter schreibt wütende Mail

"Es ist schwer, Mädchen in diesem Umfeld mit sozialen Medien, Filtern und Photoshop zu erziehen", führt Heun weiter fort. "Sie werden mit Bildern über den idealen Körper bombardiert." Sie habe daraufhin dem Schulleiter eine lange E-Mail geschrieben und ihre Bedenken zu dem Brief geäußert.

 

"Wenn meine Tochter mich um Shapewear betteln würde, würde ich sie abweisen", schrieb Heun laut CNN in ihrer Mail. "Jetzt erfahre ich, dass Sie sie dazu ERMUTIGEN, sie zu tragen. Ich bin ehrlich gesagt verblüfft, dass eine 'Beraterin', die in Kinderpsychologie ausgebildet ist, dies tatsächlich für eine gute Idee hält", so die Mutter weiter. 

Schule rudert zurück 

Der Schulleiter rief Heun am daraufhin, um ihr noch am selben Tag ein Treffen anzubieten. Er habe bei ihr entschuldigt und der Mutter versichert, dass die Berater es nur gut gemeint hätten. Er habe ihr auch gesagt, dass die Aktion inzwischen gestrichen worden sei.

Quelle: CNN 


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