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Kündigung wegen Freundlichkeit: Kantinenmitarbeiterin wird gekündigt, weil sie einem hungrigem Kind kostenlos Essen gab

Viele Schüler in den USA können das Mittagessen in der Kantine nicht bezahlen – und müssen hungrig bleiben. Eine Mitarbeiterin wurde nun gefeuert, weil sie einem Kind, das kein Geld dabei hatte, das Mittagessen kostenlos gab.

Mehrere Kinder sitzen beisammen und essen gemeinsam

Mittagessen in den High Schools ist in den USA ganz normal. Doch einige Kinder können sich das Essen nicht leisten. (Symbolbild)

DPA

Ihr großes Herz kostete die Kantinenmitarbeiterin Bonnie Kimball aus New Hampshire den Job. Ihr Arbeitgeber kündigte ihr, weil sie einem hungrigem Kind ohne Geld das Mittagessen schenkte.

Kimball sei nicht wütend auf die Mascoma Valley Regional High School, berichtet die "Daily Mail". Denn die Schule ist nicht ihr direkter Arbeitgeber, sondern der Essenslieferant Café Services. Dieser arbeitet mit der Schule zusammen. Ob der Vertrag von Seiten des Essenlieferanten verlängert wird, sollte sich erst in Kürze entscheiden. Deswegen liegt der Zeitpunkt des Vorfalls besonders ungünstig. An diesem Tag war ein Manager von Café Services vor Ort. Alle Kantinenmitarbeiter wurden von der Schule gebeten, sich ruhig und freundlichen zu verhalten, da eine Vertragsverlängerung mit dem Essenslieferanten in Aussicht stünde.

Doch als ein Kind sein Mittagessen zahlen wollte, stellte Kimball fest, dass sein Guthaben dafür nicht reichte. Der Manager beobachtete sie zwar, aber sie beschloss, dass das Kind nicht hungrig bleiben könne. Mit gesenkter Stimme wies sie ihn darauf hin, seinen Eltern von dem fehlenden Guthaben zu erzählen – und verlangte kein Geld für das Gericht. Als sie am nächsten Morgen zur Arbeit kam, wurde sie zu einem Gespräch gebeten. Darin erklärte man ihr, dass das Arbeitsverhältnis aufgehoben werde.

Kostenloses Essen sei nicht der Kündigungsgrund

Café Services dementierte zwar zuerst, dass die einmalige Ausgabe von kostenlosem Essen der Grund zur Kündigung sei. Kimball liegt nun allerdings ein Brief vor, der das Gegenteil behauptet. Der Kündigungsgrund sei, dass ein Manager gesehen habe, dass einem Kind kein Geld für das Mittagessen abgezogen wurde, zitiert die "Daily Mail". 

Kimballs Kollegen sind schockiert über das Verhalten von Café Service und erwägen selbst, ihren Job bei dem Essenlieferanten aus Protest zu kündigen. Auch die Eltern einiger Schüler solidarisieren sich mit Kimball, die bei den Kindern immer sehr beliebt war und sich stets um sie kümmerte. Die Mascoma Valley Regional High School stimmte trotz der Kontroverse der Vertragsverlängerung mit Café Services zu.

Quelle: "Daily Mail"

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fis
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