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Familienzusammenführung: Mutter und totgeglaubte Tochter finden sich nach 70 Jahren wieder

Im Jahr 1949 gebar eine Amerikanerin in Indiana ein kerngesundes Mädchen. Von der Klinik wurde ihr jedoch nach der Geburt gesagt, das Kind sei tot. Erst Jahrzehnte später kam nun die Wahrheit ans Licht.

Adoption: Mutter und Tochter finden sich nach 70 Jahren wieder

Connie Moultroup lebte glücklich bei ihrer neuen Familie, die mit der Adoption offen umging.

Es klingt wie ein Weihnachtsmärchen, doch es ist wahr: Eine 87-jährige Mutter und ihre Tochter finden nach fast 70 Jahren wieder zusammen. Gleich nach der Geburt waren sie getrennt worden. Erst vor etwas mehr als einer Woche durften sie sich nun erstmals in die Arme schließen. Wie kam es dazu? Die unverheiratete Genevieve Purinton ging 1949 mit 18 Jahren in ein Krankenhaus der Stadt Gary im US-Bundesstaat Indiana, um dort ihr uneheliches Kind auf die Welt zu bringen. Als sie im Anschluss ihr Baby sehen wollte, teilte man Genevieve mit, es sei eine Totgeburt gewesen. Seitdem, so sagte sie der "New York Times", die zuerst darüber berichtete, bestand ihr Leben nur noch "aus einem Davor und Danach" dieses schlimmen Ereignisses.

Doch das Baby war lebendig. Ein Arzt der Geburtsklinik sorgte damals für eine Vermittlung an eine Adoptivfamilie. Das Neugeborene hieß fortan Connie Moultroup. Das Mädchen lebte glücklich bei seiner neuen Familie, die mit der Adoption offen umging.

Please help us bring my mama to Vermont!!!

Gepostet von Connie Moultroup am Dienstag, 11. Dezember 2018

Unverheirateten Frauen das Neugeborene zu entziehen, war zwischen 1945 und 1973 gang und gäbe in den USA. Es herrschte ein gesellschaftliches Stigma, wie Ryan Hanlon, Vizepräsident des nationalen Adoptionsrates der USA, der "New York Times" sagte. Eine uneheliche Geburt war gesellschaftlich schlicht nicht akzeptabel.

Connies Adoption war kein Geheimnis

Connie wollte ihr Leben lang mehr über ihre leiblichen Eltern erfahren. Sie organisierte einen DNA-Test, lud das Testergebnis auf einer Genealogie-Website hoch und fand so einen Cousin, der wiederum den Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter herstellen konnte.

Vor einigen Tagen nun trafen sich Tochter und Mutter zum ersten Mal. Einen Draht zueinander hatten sie "sofort", wie Connie der "New York Times" berichtete. Genevieve blickte ihrer Tochter erstmals in die Augen, umarmte sie und sagte den Tränen nah: "Du bist nicht tot."

Quelle: "New York Times"

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km

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