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Corona-Pandemie Das Schönste am Homeoffice? Wenn Kinder in Live-Interviews platzen

Eltern arbeiten, ein Kind spielt
Homeoffice und Familie – das passieren schon mal ungeplante Zwischenfälle (Symbolbild)
© Anchiy / Getty Images
Viele von uns arbeiten noch immer von zu Hause aus und müssen "nebenbei" ihre Kinder betreuen. Sichtbar wird das am ehesten in Interviews, die live geführt werden. Ein britischer TV-Kritiker zeigt die beiden jüngsten Vorfälle bei Twitter.

Wer im Homeoffice arbeitet und Kinder hat, kann sich nicht einfach einschließen, egal, welchen Job er oder sie hat. Die größte Herausforderung besteht für Eltern während der Corona-Pandemie darin, sowohl ihrer Arbeit als auch ihren Kindern gerecht zu werden – gleichzeitig. Ein erstes Mal wurde sichtbar, wie schwierig das ist, als Professor Robert E. Kelly der BBC in einer Live-Schalte seine Einschätzung zur politischen Lage in Südkorea nennen sollte und erst sein kleines Kind mit Lauflernwagen und anschließend seine Frau in sein Arbeitszimmer platzten. Der Experte blieb total entspannt, die Welt war begeistert. Das geschah weit vor Corona, im März 2017.

Etwas pikanter ging es in Spanien zu, als der spanische Journalist Alfonso Merlos sich während des Lockdowns im April am Rechner live zur Corona-Krise äußern sollte und einen halbnackte Frau durchs Bild lief. Sowas kann passieren, nicht alle Familienmitglieder oder Mitbewohner wissen schließlich genau, woran man gerade arbeitet.

TV-Kritiker postet jüngste Vorfälle

Auch wenn die ersten Arbeitnehmer in manchen Teilen der Welt wieder zurück in ihre Büros kehren können, gilt das nicht für alle, da viele im Großraum arbeiten und dort die Abstandsregeln schwer einzuhalten sind. Der britische TV-Kritiker Scott Bryan hat zwei Fundstücke aus den vergangenen Stunden getwittert, die in beiden Fällen "Mütter in Interviews" zeigen. Bei Clare Wenham, die an der London School für Wirtschaft und Politikwissenschaft die Abteilung für globale Gesundheitspolitik leitet, geht es um die wichtige Frage: "Auf welchem Regalbrett soll das Einhorn stehen, Mami?" Das Mädchen hatte ein regenbogenbuntes Tier auf Pappe gemalt.  Der BBC-Reporter, der das unterbrochene Interview leitete, ließ sich gern von der kleinen Scarlett ablenken, die die Aufmerksamkeit ihrer Mutter brauchte. Er stellte sich höflich als Christian vor und antwortete stellvertretend: "Ich glaube, auf dem unteren Regalbrett sieht es besser aus."

Der zweite Vorfall ereignete sich, als die Sky-News-Reporterin Deborah Haynes während eines Interviews eine Frage ihres Sohnes beantworten sollte. "Darf ich zwei Kekse, Mama?"Der Moderator Adam Boulton wartete zwar den positiven Bescheid seiner Kollegin an ihren Sohn ab, kappte danach aber direkt die Verbindung. Die Situation war ihm offensichtlich zu unprofessionell für ein Gespräch. Deborah Haynes reagierte jedoch gelassen und bekannte anschließend, peinlich sei ihr nur gewesen, dass ihr Sohn gleich nach ZWEI Keksen gefragt habe.

Quellen: Twitter Scott Bryan, Twitter Clare Wenham, Twitter Deborah Haynes


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