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USA: Dreijähriger pinkelt auf Parkplatz, schwangerer Mutter drohen 60 Tage Knast und 5000 Dollar Strafe

Das Leben mit Kleinkindern lässt sich nicht immer völlig kontrollieren. So musste ein Dreijähriger kurz vor den Toiletten auf einen Parkplatz strullern. Seine Mutter kassierte dafür einen saftigen Strafzettel.

Ein kleiner Junge muss dringend aufs Klo

Kleine Kinder können ihren Harndrang noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene

Getty Images

Bei kleinen Kindern, die gerade erst der Windel entwachsen sind, muss es manchmal sehr, sehr schnell gehen, sonst machen sie sich in die Hose. In dieser Notlage befand sich ein Dreijähriger, der mit seiner hochschwangeren Mutter in Augusta, Georgia, im Auto unterwegs war. Brooke Johns war Ende März in der 34. Woche schwanger, als ihr Sohn Cohen sagte, er müsse ganz dringend auf die Toilette. "Er sagte: 'Mama, ich muss mal, ich muss mal!'", erzählte sie dem US-Nachrichtensender WRWD. Sie antwortete: "Halt es noch ein bisschen an", doch Cohen sagte: "Nein, ich muss wirklich dringend, sonst mache ich mir in die Hose."

Ein typischer "Kinder-Notfall"

Also fuhr sie das Auto auf einen Tankstellenparkplatz. Dort war schnell klar, dass ihr Sohn es nicht bis zu den Toiletten schaffen würde. "Ich darf ihn jetzt nicht mehr tragen", erklärt sie. Anfang Mai kommt die kleine Schwester von Cohen auf die Welt und Johns war gesagt worden, sie solle sich nicht überanstrengen. Sie stiegen aus, Johns schirmte ihren Sohn ab, der sofort die Hose herunterzog und losstrullte. Das erregte die Aufmerksamkeit eine Deputys von Richmond County. Er sagte der Mutter, sie solle ihr Kind zur Toilette bringen. "Aber was hätte ich gemacht, wenn dort jemand gewesen wäre? Und währenddessen hätte er in die Tankstelle gepinkelt? Was hätte ich tun sollen?", fragte sich Johns. Was dann geschah, veröffentlichte der Sender unter anderem bei Facebook.

PARENTS: We've all had potty-training emergencies, but this one is NEXT LEVEL. This (very pregnant) Beech Island mother...

Gepostet von Meredith Anderson WRDW am Mittwoch, 3. April 2019

Der Deputy hatte entschieden, Johns einen Strafzettel für ordnungswidriges Verhalten auszustellen. Auf dem Ticket heißt es: "Die Person erlaubte ihrem männlichen Kind, auf dem Parkplatz zu urinieren. Ich sah die männlichen Genitalien und das Urinieren. An dem Ort befinden sich öffentliche Toiletten."

"Am 30. April muss ich vor Gericht", fährt Johns fort. "Wenige Tage vor der Geburt. Ich könnte es verschieben, aber ich möchte das lieber erledigen, während ich schwanger bin. Das ist besser als mit einem Neugeborenen." Johns drohen Strafen von bis zu 60 Tagen Gefängnis und 5000 US-Dollar Bußgeld.

Das Gericht wird hoffentlich einsehen, dass Brooke Johns keine Alternative hatte. Und dass der Deputy eine Schulung in Verständnis und Mitgefühl vertragen könnte.

Quellen: "wrdw.com", "cnn.com"

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bal
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