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"Eric ... durch fremde Augen": Ein Leben mit Blindheit ist gar nicht so anders – man muss es nur verstehen

"Eric" wird nicht nur Kindern gefallen: Für den Achtjährigen bedeutet seine Blindheit keinen Mangel, sondern eine Herausforderung – für sich und seine Freunde. Zur Einschulung kommt Watson in sein Leben, ein kluger und gefräßiger Labrador, mit dem er nun selbstständig Abenteuer erlebt. Und plötzlich ist in seinem Leben richtig was los!

Blindenhund Watson springt durch einen Reifen

Zu Beginn des zweiten Schuljahres gibt es in der Schule eine Vorführung – dieses Jahr darf Erics Blindenhund Watson auch mitmachen

Wie können Menschen mit Beeinträchtigungen mehr Verständnis in der Gesellschaft finden und vor allen Dingen mehr Selbstverständlichkeit? Ganz einfach, durch Präsenz. Im Alltag, im Leben oder zum Beispiel so, wie es dieses Kinderbuch ermöglicht: als Gute-Nacht-Lektüre. "Eric ... durch fremde Augen" erzählt aus dem Leben eines Achtjährigen, der blind ist. Während die Erwachsenen in seiner Welt das gelegentlich als ein "Problem" empfinden, weiß Eric oft gar nicht so genau, warum. Er bekommt alles mit, was wichtig ist, wenn das Essen auf dem Tisch steht, zum Beispiel. Das kann er nämlich riechen.

Cover mit Eric und dem Blindenhund Watson

"Eric ... durch fremde Augen" von Babo Graf Harrach mit Illustrationen von Anja Feil, Taschenbuch, 181 Seiten, 14,90 Euro, über Amazon hier bestellbar

Zur Einschulung kommt der Blindenhund Watson in sein Leben, ein kluger und gefräßiger Labrador – damit Eric allein zur Schule gehen und noch selbstständiger werden kann. Mit Watson zieht der Junge das ganz große Los, denn der hat von seinen Eltern, die Polizeihunde waren, so einiges geerbt. Er ist klug, hat eine ausgezeichnete Spürnase und schnelle Reaktion und ist zudem ein echter "Freund und Helfer". Eigentlich sollte er beruflich in die Fußstapfen seiner Eltern treten, aber Watson tickte einfach etwas anders. Also hat er eine Ausbildung zum Begleithund erhalten.

Blinde haben coole Tricks, die Augen ersetzen

Wenn ein blinder Junge zum Beispiel Fußball spielt, macht er das nach Gehör. Das funktioniert mit einem speziellen "Klingelball", der eingebaute Rasseln hat. Weil sich die Jungs auf dem Fußballfeld ein bisschen schwertun, sich wegen Eric umzustellen, bedarf es eines Einsatzes von Watson, um Eric zu integrieren. Und so erweist sich der Hund in verschiedenen Situation als Schlüssel, neue Freundeskreise zu erschließen. Da nicht jedes blinde Kind über das Wundermittel Watson verfügt, kann es helfen, mehr Verständnis für die besonderen Bedürfnisse Blinder bei Gleichaltrigen zu wecken.

Autor Babo Graf Harrach wurde zu seinem ersten Buch durch einen blinden Jungen inspiriert, ein fröhliches Kind, das sogar Fahrrad fährt. Weil seine Enkel so gerne Geschichten vorgelesen bekommen, schrieb er ihnen ein Buch, im Selbstverlag. Aber nun sollen davon alle Kinder profitieren, sehende und blinde.

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