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Kinderbetreuung Von der Helikopter-Mutter bis zur Nörglerin: Willkommen in der Welt der Kindergartenmütter

Mutter gibt Sohn einen Abschiedskuss
Manchen Müttern fällt der Abschied des Kindes besonders schwer 
© MilosStankovic / Getty Images
Im Kindergartenflur trifft man die unterschiedlichsten Mutter-Typen. Von der Bäckerin zur Helikopter-Mutter – manchmal passt man selbst auch in eine solche Schublade.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle bei brigitte.de.

Mütter sind sich alle ähnlich. Sie teilen die gleichen Sorgen, wohnen in derselben Stadt und handeln aufgrund der gleichen Grundbedingungen. Viele arbeiten noch nicht wieder oder fangen langsam an und haben Zeit für besondere neue Hobbys. Oder aber sie haben so viel zu tun, dass kaum Zeit bleibt das Kind zum Kindergarten zu bringen. Die meisten Mütter kann man in einer dieser fünf Kategorien stecken. 

1. Die Meisterbäckerin

Oha! Neben ihr verblassen viele Mamas vor Neid. Denn sie ist zu jeder Zeit und an jedem Ort mit ihrer zuckrigen Geheimwaffe ausgestattet: einem traumhaft leckeren Kuchen. Ob Schokotarte, saftige Muffins oder die mehrstöckige, fondantbezogene Torte – sie stiehlt mit ihren Kreationen einfach jedem die Show.

Verdient und Hut ab muss man sagen. Denn das Gute an ihr: Auch wenn sie einen selbst zuerst an das eigene Unvermögen vor dem Backofen erinnert, so gibt es doch andauernd leckeren Kuchen. Yummie!

2. Die Helikopter-Mutter

Allseits bekannt, von Erzieher:innen gefürchtet, von vorsichtigen Eltern aber auch oft verstanden. Die Mama, die wie ein Helikopter um ihre Kinder kreist und sie so vor allen Gefahren dieser Welt beschützen möchte. Am liebsten hätte sie, wenn im Kindergarten Helm- und Knieschonerpflicht herrschen würde und Klettergerüste ab einer Höhe von 30 Zentimeter beim TÜV durchfielen.

Sie kann schlecht loslassen, wenn sie die Kleinen in den Kindergarten bringt und verweilt noch eine ganze Zeit im Flur neben der Garderobe. Kann ja sein, dass sie doch noch irgendwie helfen kann. Beim Spielen, beim Erziehen, beim Essen kochen – frei nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das Gute an ihr: Sie lässt einen niemals daran zweifeln, wie stark Mutterliebe sein kann.

3. Die Gehetzte

Bei dieser Mama sieht man hauptsächlich Staub. Und zwar den, der aufwirbelt, wenn sie davondüst. Denn so flink wie sie da war, ist sie auch schon wieder weg. Hallo Erzieher:in, hallo Kind, Jacke an, einsteigen, tschüssikowski!

Ein Phantombild könnte man nur schwer von ihr anfertigen lassen. Haarfarbe, Outfit, besondere Merkmale? Hat sich niemand je merken können. Die Gehetzte hat eben einen sehr vollen Terminplan und da muss sie Effektivität walten lassen. Das Gute an ihr: Erzieher:innen werden nicht in lange Gespräche verwickelt und können schneller in den Feierabend gehen. 

Kindergärtnerin

4. Die Unpünktliche

Ein Superstau auf der Bundesstraße, der Hund hat Magen-Darm-Beschwerden und der Teddybär wollte nicht ins Auto einsteigen – bei der Unpünktlichen ist anscheinend noch mehr los als woanders. Die Erzieher:innen schieben ihretwegen leider öfter Überstunden.

Das Gute an ihr: Wenn man mal selbst spät dran ist, fällt’s nicht so ins Gewicht. Die Unpünktliche toppt nämlich jede Verspätung. Außerdem gelobt sie stets Besserung. Und Einsicht ist bekanntlich dafür ja die beste Voraussetzung ... 

5. Die Nörglerin

Das Spielzeug ist nicht cool genug, die Räumlichkeiten nicht nach Feng-Shui ausgerichtet, das Essen zu glutenhaltig. Die Nörglerin will am liebsten alles anders haben im Kindergarten und teilt das auch gerne mit – ganz zum Leidwesen der Erzieher:innen.

Das Gute an ihr: Sie macht den Mund auch auf, wenn andere sich nicht trauen. Und man weiß ja noch aus der Schule: So jemanden braucht doch irgendwie jede Gruppe, oder?


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