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Meinung

Wegen Elterntaxis: Grundschule verbietet Erstklässlern, mit dem Fahrrad zu kommen – das ist absurd

Die Magdeburger Grundschule "Am Grenzweg" liegt an einer engen Straße. Weil viele Eltern ihre Kinder dort mit dem Auto abliefern, sollen Erstklässler nicht mehr mit dem Rad kommen. Eine unzeitgemäße Entscheidung, sagt unsere Autorin.

Ein Mädchen mit Zöfen und Rucksack sitzt auf einem Fahrrad

Zu gefährlich: Die Grundschule "Am Grenzweg" verbietet Erstklässlern, mit dem Rad zum Unterricht zu kommen

Getty Images

Aus Sicherheitsgründen verbietet die Magdeburger Grundschule "Am Grenzweg" ihren jüngsten Besuchern, mit dem Fahrrad zu kommen, berichtet die "Volksstimme". Schulleiterin Gabriele Krappatsch erklärte dem Blatt, dass Hinweise des ADAC und der Polizei ausschlaggebend für diese Entscheidung gewesen seien.

Obwohl die Schule in einer ruhigen Gegend liege, herrsche dort vor Schulbeginn reger Verkehr, weil einige Eltern versuchen, ihre Kinder mit dem Auto bis vors Schultor zu bringen. "Wir dürfen nicht riskieren, dass Kinder, die noch nicht ausreichend sicher auf dem Fahrrad sind und die auch in den ersten Monaten den Weg zur Schule erst einmal richtig kennenlernen müssen, hier gefährdet werden", sagte Krappatsch der "Volksstimme". Die Reaktionen auf die Entscheidung waren kritisch. Auf Nachfrage des stern hieß es von der Grundschule: "Wir werden uns im Moment dazu nicht mehr äußern."

Rückwärtsgewandte Entscheidung

Da die Schule sich derzeit nicht äußert  offenbar hatte die Ankündigung mehr Nachfragen hervorgerufen als die Schule erwartet hatte - lässt sich derzeit nicht sagen, inwiefern die Kinder genau betroffen sind. Gilt das Verbot für Erstklässler, die allein mit dem Fahrrad kommen? Dürfen auch Eltern, die ihre Kinder zur Schule begleiten, nicht mehr mit dem Rad kommen, wenn das Kind selbst fährt? Was ist die Alternative, noch mehr Elterntaxis? Was machen Eltern, die kein Auto haben?

Im Jahr 2020 eine Entscheidung pro Auto und gegen das Fahrrad zu fällen, klingt absurd. Auch wenn Kinder erst in der dritten Klasse den Fahrradführerschein machen, sind es die Eltern, die entscheiden müssen, wie verkehrstüchtig ihr Kind ist. In der ersten Klasse gehen ohnehin die wenigsten Kinder unbegleitet zur Schule.

Collage: Mann mit Fahrrad, rostige Fahrradklingel, rostiger Fahrradreifen

Radfahrprüfung nicht überschätzen

Um wirklich fahrtüchtig zu werden, müssen Kinder trainieren, den Verkehr richtig einzuschätzen. Da hilft kein Sonntagsausflug mit der Familie durch den Wald, da bietet sich vielmehr der Alltag an. Wenn nicht einmal mehr der Schulweg bleibt, verzögert sich die Verkehrssicherheit von Kindern noch weiter. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) schreibt zur Radfahrprüfung: "Diese Prüfung sollte aber nicht überschätzt werden. Die Ausbildung ist recht kurz, oft werden im immer gleichen geschützten Raum – häufig sogar nur auf dem Schulhof oder in einer Halle – dieselben Standardsituationen geübt, die an der Realität des konkreten Schulwegs teilweise vorbeigehen."

Interessant ist auch der Hinweis des ADFC zur Legalität der Entscheidung: "Rein rechtlich ist die Situation eindeutig: Schulen dürfen keine Radfahrverbote aussprechen. Die Entscheidung, das Kind mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen, liegt ausschließlich bei den Eltern."

Vielleicht sollte die Magdeburger Schule sich doch eher an die Eltern wenden, die ihre Kinder mit dem Auto bringen.

Quellen: "Volksstimme", Twitter, ADFC

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?