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Betreuungseklat: Mutter erwischt Betreuerin dabei, wie sie heimlich ihr Kind stillt – monatelang, wie sich herausstellt

Eine Amerikanerin fütterte ihr Baby mit Säuglingsnahrung, da sie nicht stillen konnte. Eines Tages kam die berufstätige Frau in die Tagesstätte und sah, wie die Betreuerin ihr Kind stillte. Sie holte sich daraufhin Rat bei einem Profi.

Eune Frau stillt ein Baby

Weil eine Kinderbetreuerin sich ungebeten als Amme betätigte, wandte sich eine Mutter im Live-Chat an den Ratgeber "Dear Prudence"

Getty Images

Auf der US-amerikanischen Website "slate.com" schreibt Daniel Mallory Ortberg seit 2015 regelmäßig eine Kolumne namens "Dear Prudence". Als eine Art Briefkastenonkel führt er einen wöchentlichen Live-Chat, der anschließend transkribiert und schriftlich veröffentlicht wird. Zuletzt erreichte ihn unter anderem eine wütende Mutter, die sich über eine übergriffige Betreuerin in der Tagesstätte ihrer Tochter beschwerte. Sie berichtete, sie sei alleinerziehende Mutter eines adoptierten Babys, das sie mit Säuglingsnahrung füttere, weil sie selbst nicht stillen kann. Sie arbeite und habe eine Betreuerin für die Tagespflege gefunden, die sie begeistert hätte. Diese Nanny hatte zwei eigene Kinder, von denen eines ein wenig älter sei als ihre eigene Tochter, und biete seit etwa fünf Jahren ihre Dienstleistung an.

Der einzige Punkt, an dem sie die Betreuerin hinterfragt habe, sei eine abfällige Bemerkung gewesen, als sie Fläschchen und Milchpulver aus ihrer Tasche geholt habe. "Sie geben ihr diese Brühe?", habe sie gefragt. Doch die Mutter habe sich davon nicht irritieren lassen, da sie solche Reaktionen gewohnt sei. Eines Freitags dann sei sie bei der Arbeit früher fertig gewesen und habe beschlossen, ihre Tochter vorzeitig abzuholen. Durch eine Seitentür, berichtet sie, könnten Eltern die Tagesstätte betreten, ohne zu klopfen. Eine Mitarbeiterin habe sie gesehen und versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln, doch sie habe sich nicht aufhalten lassen. Als sie in das Zimmer kam, in dem ihre Tochter war, sei sie beinahe hintenrüber gefallen: Die Betreuerin stillte sie gerade.

Die Mutter schnappte ihr Kind und fragte die Betreuerin, ob sie verrückt sei. Die wiederum entgegnete, sie solle doch dankbar sein, dass sie ihr Baby all die Monate vor der Chemie bewahrt habe. Die Mutter schnappte die Windeln und verließ kommentarlos den Raum. Ihre Frage an "Prudence" lautete, was sie nun machen solle. Natürlich würde sie ihr Kind nie wieder dorthin geben, aber sollte sie sich beim Dachverband der Tagespflege beschweren oder einen Shitstorm in den sozialen Medien provozieren? Ihre Schwester habe ihr geraten, die anderen Eltern der Einrichtung anzuschreiben, damit sie sich selbst ein Bild machen könnten, doch das fände sie übertrieben.

"Prudence" reagiert schockiert und gibt eine klare Handlungsempfehlung

Obwohl Daniel Mallory Ortberg stets mit ungewöhnlichen Problemen konfrontiert wird, regt er sich in diesem Fall richtig auf. "Also, wenn das keinen Bericht beim Dachverband wert ist, weiß ich nicht, was sonst", antwortet er. Auch wenn das Baby langfristig keinen Schaden genommen hätte – schließlich sei eine solche Einrichtung dazu da, dass Eltern ihre Kinder in dem Vertrauen dort abgäben, dass sie in ihrer Abwesenheit in ihrem Sinne versorgt würden. Und dass Erzieher nicht - kaum habe man ihnen den Rücken zugedreht - machten, was sie selbst für richtig hielten. Ein solcher Vertrauensmissbrauch sei absolut wert, gemeldet zu werden.

Wenn die Mutter kein Aufhebens in den sozialen Medien machen wolle, könne er das nachvollziehen. Es könne Wellen schlagen und zu Berichten führen, mit denen man nicht in Verbindung gebracht werden wolle. Aber die Betreuerin müsse in jedem Fall gemeldet werden.

Schlagzeilen in den USA, die auch hier einen Aufschrei ausgelöst hätten

Während es früher Usus war, seine Kinder von Ammen stillen zu lassen – in "höheren Kreisen" zumindest – ist das mit diesem Fall nicht vergleichbar. Die Eltern haben sich Ammen ausgesucht und sie dafür bezahlt, ihr Kind zu stillen. Wenn eine Betreuerin jedoch heimlich monatelang ein Kind stillt, ohne dass die Mutter davon weiß, handelt es sich um eine Art Amtsmissbrauch. Das Mädchen wurde in ihre Obhut gegeben, damit es versorgt ist, während die Mutter arbeitet. Dass kaum eine Frau stillen kann, wenn sie ein Baby adoptiert, ist nachvollziehbar. Ihr jedoch deswegen erstens ein schlechtes Gewissen zu machen und sie dann noch zu hintergehen, überschreitet die Befugnis einer Betreuerin immens. Es handelt sich vielmehr um einen Eingriff in die Erziehung und Privatsphäre der Frau und ihrer Tochter.

Quelle: "slate.com"

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(