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Vor Gericht: Mutter klagt auf Schadensersatz, weil das Down-Syndrom ihres Kindes nicht erkannt wurde

Eine 33-Jährige und ihr Partner stehen gerade in London vor Gericht, wo sie rund 200.000 Euro Schadensersatz fordern. Das Paar wirft dem britischen Gesundheitsdienst NHS vor, sein ungeborenes Baby nicht auf das Down-Syndrom getestet zu haben – dann nämlich hätte die Mutter abgetrieben.

Mütter, die in der Schwangerschaft von der Behinderung ihres Babys erfahren, stehen vor einer schwierigen Wahl.

Mütter, die in der Schwangerschaft von der Behinderung ihres Babys erfahren, stehen vor einer schwierigen Wahl.

Pexels

Edyta M. liebt ihren kleinen Sohn. Aleksander ist im Januar vier Jahre alt geworden. Er ist blond, fröhlich, auf Fotos strahlt er fast immer vergnügt. Aleksander hat das Down-Syndrom. Und hätte seine Mutter in der Schwangerschaft davon erfahren, würde es ihn heute nicht geben. Doch der Test, der Edyta M. vermutlich Klarheit gebracht hätte, wurde nicht durchgeführt. Jetzt verklagt sie den britischen Gesundheitsservice NHS auf Schadensersatz.

Die 33-Jährige, die gerade zusammen mit ihrem Partner Lukasz C. in London vor Gericht zieht, stammt ursprünglich aus Polen. Während der Schwangerschaft und Geburt lebte und arbeitete sie jedoch in Großbritannien und ließ sich deshalb auch dort untersuchen und behandeln. Edyta behauptet, stets nach einer Fruchtwasseruntersuchung, mit der sich ein Down-Syndrom mit großer Sicherheit erkennen lässt, gefragt zu haben. Direkt nach Feststellung der Schwangerschaft habe sie ihre Hebamme darauf angesprochen.

Die Mutter habe sich schon früh den Test gewünscht

Der NHS, der die entsprechenden Untersuchungen durchführte, sagt wiederum, Edyta M. habe diesen Test beim vorgeburtlichen Screening nicht verlangt, obwohl er ihr angeboten worden sei. In den Unterlagen ist sogar schriftlich vermerkt: "Patientin lehnte Fruchtwasseruntersuchung ab". Als Aleksander dann mit dem Down-Syndrom geboren wurde, habe sie diese Entscheidung "bitter bereut", so Vertreter des NHS. In den medizinischen Aufzeichnungen der Geburt ist vermerkt, dass die frischgebackene Mutter "sehr aufgebracht und wütend" gewesen sei, als bei ihrem Neugeborenen das Down-Syndrom diagnostiziert wurde.

Die Alternative war für die Eltern von Anfang an klar: "Frau M. wäre ein Schwangerschaftsabbruch angeboten worden, und sie und ihr Partner Lukasz C., Aleksanders Vater, waren sich einig, dass sie diesen angenommen hätten", sagt der Anwalt des Paares. Aber ohne den entsprechenden Test wusste niemand von Aleksanders Chromosomenstörung und diese Möglichkeit ergab sich dementsprechend nicht. Die Mutter behauptet: "Mir wurde permanent versichert, alles sei normal und die Schwangerschaft verlaufe optimal."

Die Eltern hätten die Schwangerschaft beendet

Für diese Entscheidung wird Edyta M. in den britischen Medien teils harsch kritisiert, dabei entscheiden sich in Europa rund 92 Prozent aller Eltern nach der Diagnose Down-Snydrom für einen Schwangerschaftsabbruch. In Edyta M.'s Fall wirkt die aktuelle Klage allerdings so merkwürdig, da Aleksander nun auf der Welt ist, es ihm gut geht und seine Eltern den Kleinen ganz offensichtlich sehr lieben. Dennoch verlangt das Paar mehr als 200.000 Euro Schadensersatz, da die Versorgung des Kindes deutlich mehr kosten würde als die eines Kindes ohne Beeinträchtigung.

Noch ist allerdings völlig offen, ob der NHS wirklich einen Fehler gemacht hat. Der Anwalt des NHS weist darauf hin, dass es "höchst unplausibel" sei, dass der untersuchende Arzt notiert haben soll, dass ein Test abgelehnt worden sei, wenn dies nicht der Fall war. Er sagt außerdem: "Frau M. muss bemerkt haben, dass der Test nicht durchgeführt wurde. Auch in ihren Kopien der Untersuchungsberichte war vermerkt, dass sie die Untersuchung abgelehnt habe. Abgesehen davon müsste ihr aufgefallen sein, dass sie niemals Ergebnisse dieses Tests bekam."  Nach der Untersuchung in der 12. Woche sehen die Regularien des NHS allerdings vor, dass nun von Ärzten und Hebammen nicht mehr auf die Möglichkeit einer Fruchtwasseruntersuchung hingewiesen werden soll, da dies als Bedrängung von Müttern mit Risikoschwangerschaften verstanden werden könnte.

Ausgang des Prozesses ist noch offen

Die Verhandlung dauert noch an und es ist unsicher, ob das Paar tatsächlich die geforderten 200.000 Euro erhalten wird. Was aber sicher ist: Es hat ein Kind erhalten. Ein fröhliches und zuckersüßes Kind, das sicherlich mehr wert ist als ein "Schadensersatz" jeglicher Höhe.

Quellen: "Daily Mail" / Facebook

wt

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(