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Kindergrundsicherung: SPD-Vize Katja Mast: "Deutschland soll das kinderfreundlichste Land in Europa werden"

Mit einem neuen Konzept zur Kindergrundsicherung will die SPD ein höheres Kindergeld durchsetzen, das auch Infrastrukturleistungen wie Kita und Ganztagsbetreuung berücksichtigt.

Katja Mast spricht am Rednerpult im Bundestag

Katja Mast (SPD), Fraktionsvize ihrer Partei, wünscht sich umfangreichere Leistungen für Kinder

DPA

Die SPD-Bundestagsfraktion wirbt für das neue SPD-Konzept einer Kindergrundsicherung. Die Chancen für Kinder und Familien würden verbessert, und langfristig sei das Ziel, dass Deutschland das kinderfreundlichste Land in Europa werde, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Mast (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Jetzt liegt erstmals ein konkreter Vorschlag zur Kindergrundsicherung vor, mit dem wir diese Agenda weiter verfolgen."

Nach dem am Mittwoch bekannt gewordenen Konzept soll der Staat für jedes Kind in Deutschland künftig ein neues Kindergeld von mindestens 250 Euro bezahlen. Der SPD-Parteitag im Dezember soll das Konzept verabschieden.

"Unbürokratische und leicht verständliche Leistung"

Die Kindergrundsicherung orientiere sich nicht nur am finanziellen Bedarf eines Kindes, sagte Mast, sondern berücksichtige auch Infrastrukturleistungen wie Kita, Ganztagsbetreuung, Mobilität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. "Damit schaffen wir eine unbürokratische und leicht verständliche Leistung, die bei den Kindern und Familien ankommt."

Kinderarmut werde bekämpft, die Mitte der Gesellschaft gestärkt. Das Konzept sei von Familienministerin Franziska Giffey und der Abgeordneten Dagmar Schmidt erarbeitet worden und knüpfe an einen Beschluss der SPD-Bundestagsfraktion vom Januar an.

bal / DPA

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