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Verzicht auf Benotung: Tschüss Notenstress! Hessens Schulen gehen "pädagogisch neue Wege"

In Hessen gibt es für viele Schulen in Zukunft nicht mehr die Pflicht, Schüler zu benoten. Damit haben die Grünen eine Wahlkampf-Forderung durchgesetzt.

Schulnoten im Zeugnis: In Hessen dürfen viele Schulen in Zukunft darauf verzichten, Schüler zu benoten (Symbolbild)

Schulnoten im Zeugnis: In Hessen dürfen viele Schulen in Zukunft darauf verzichten, Schüler zu benoten (Symbolbild)

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Schulnoten gehören zum deutschen Bildungssystem. In Hessen wird diese Vorstellung nun überholt: Die Grünen wollen "pädagogisch neue Wege" gehen. Konkret heißt das, dass viele hessische Schulen in Zukunft selbst entscheiden können, ob die Schüler anhand von Schulnoten bewertet werden sollen. Darüber berichtete zunächst die "FAZ" exklusiv. Ein Sprecher des hessischen Kultusministers Alexander Lorz (CDU) hatte entsprechende Pläne bestätigt.

Laut schwarz-grünem Koalitionsvertrag soll Schulen die Möglichkeit gegeben werden, "pädagogisch neue Wege bei der Erreichung der Bildungswege zu gehen". Die "Ausgestaltung der Leistungsnachweise" könnten künftig abweichend gehandhabt werden. Anstelle von Noten könnten demnach "schriftliche Bewertungen" als Rückmeldung über den Lernfortschritt des Schülers erstellt werden. 

Regelung für die Schulen "Angebot, keine Pflicht"

Prinzipiell sei diese Methode für alle Schularten offen, laut Sprecher des Kultusministers jedoch vor allem für Gesamtschulen geeignet. Fraktionsvorsitzender der Grünen im hessischen Landtag, Mathias Wagner, bekräftigte zudem, dass die Regelung ein "Angebot und keine Pflicht" sei. Bildungsziele seien mit einer anderen Pädagogik als der Notenvergabe teilweise besser zu erreichen. 

Gegen die Reform gibt es in der CDU große Vorbehalte.

Quelle: "FAZ",

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