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Windelausschlag: Wunder Baby-Po: Mit diesen Tipps unterstützen Sie den natürlichen Heilungsprozess

Die Haut eines Babys ist in den ersten Lebensmonaten besonders sensibel: Durch das Tragen von Windeln wird sie vor allem rund um den Po tagtäglich strapaziert und kann sich entzünden. Wie es dazu kommt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Ein wunder Baby-Po ist keine Seltenheit

Ein wunder Po ist in den ersten Lebensmonaten keine Seltenheit

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Mindestens zwei von drei Babys bekommen in ihrem ersten Lebensjahr einen wunden Po, oftmals in Verbindung mit der erstmaligen Einnahme fester Mahlzeiten – also zwischen dem neunten und zwölften Lebensmonat, wobei das kein fester Richtwert ist. Hinzukommt, dass der natürliche Säureschutzmantel ihrer Haut anfangs noch nicht voll ausgebildet und somit anfälliger für Entzündungen ist. Insbesondere dann, wenn sie Windeln tragen, kann es aufgrund der Feuchtigkeit und Wärme zu einem Hautausschlag kommen: der sogenannten Windeldermatitis. Was das genau ist und wie Sie einen wunden Po beim Baby richtig behandeln und weiteren Hautirritationen vorbeugen, wird in diesem Artikel erläutert.

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Windeldermatitis: Ursachen und Symptome

Durch den Urin, die Körpertemperatur und den Stuhlgang des Babys herrscht rund um den Po ständig ein feucht-warmes Milieu. Diesem ist die Haut rund um die Uhr ausgeliefert und kann dadurch leicht aufweichen. Das passiert vermehrt dann, wenn eine Windel länger nicht gewechselt wurde, etwa durch eine lange Autofahrt. Noch stressiger wird es für die Haut, wenn ein Baby Durchfall hat – dann ist ein roter oder auch wunder Po keine Seltenheit. In beiden Fällen spricht der Hautarzt bei Säuglingen oder Kleinkindern von einer Windeldermatitis, die in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt wird. Zu den typischen Symptomen des Hautausschlags zählen:

  • ein geröteter Po
  • kleine Risse
  • nässende Stellen
  • offene Partien

Ist von einer Windelsoor die Rede, haben sich auf der wunden Haut am Po des Kindes Hefepilze (Candida albicans) gebildet. Typisch für die Hauterkrankung sind kleine Pusteln oder schuppige Stellen.

Was fördert einen wunden Po beim Baby?

Neben den bereits erwähnten Faktoren, die zu den häufigsten Auslösern einer Windeldermatitis zählen, gibt es noch weitere Gründe für einen wunden Baby-Po: Wurde bei der Beikosteinführung zum Beispiel eine neue Komponente hinzugefügt, die Ihrem Kind nicht bekommen ist? Oder hat es etwas gegessen, das möglicherweise zu stark oder scharf gewürzt wurde? Sogar Fruchtsäure kann dazu führen, dass sich die Haut rund um den Po entzündet – daher sollten Säfte und frisches Obst von Mutter (sofern sie noch stillt) und Kind nur in Maßen genossen werden. Und auch das Zahnen kann dazu führen, dass sich der Stuhlgang verändert. Manchmal ist es sogar die Windel selbst, die Hautirritationen auslöst, oder auch ein bestimmtes Pflegemittel. Daher ist es eine große Herausforderung für unerfahrene Eltern, den Auslöser für einen wunden Po beim Baby zu finden.

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Wunder Baby-Po: So lindern Sie die Symptome

Wenn Ihr Baby unter einem wunden Po leidet, können Sie einen der folgenden Tipps anwenden, um die gereizte Haut zu beruhigen:

  • Wechseln Sie die Windeln häufiger als normalerweise, damit die entzündete Haut weniger Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Und lassen Sie so viel frische Luft wie möglich an den Po.

  • Verwenden Sie eine zinkhaltige Wundsalbe (bitte nur dünn auftragen!), zum Beispiel von Bübchen oder Penaten. Sie beruhigt und schützt gleichzeitig die Haut Ihres Babys.

  • Um auszuschließen, ob Ihr Kind – oder genauer gesagt seine Haut – auf die Windeln oder Feuchttücher im Speziellen reagiert, sollten Sie die Marke einmal wechseln.

  • Alternativ bietet sich für den Windelbereich auch eine schützende Babycreme mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Calendula, zum Beispiel von Weleda, an.

  • Sollte Ihr Kind häufiger unter einer Windeldermatitis leiden, könnten Sie einen zwischenzeitlichen Versuch mit Stoffwindeln wagen. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Po so gut es geht trocken bleibt (was bei Stoff nicht sehr leicht ist).

  • Eine Kompresse mit schwarzem Tee soll ebenfalls dabei helfen können, den wunden Po Ihres Babys zu lindern. Legen Sie diese dreimal täglich für 15 Minuten auf die Haut.
  • Achten Sie verstärkt auf Hygiene: Waschen Sie Ihre Hände vor jedem Wickelgang und spülen Sie die verwendeten Waschlappen regelmäßig mit 60 Grad heißem Wasser aus.
  • Oder aber Sie versuchen es mal mit Heilwolle: Dabei handelt es sich um naturbelassene Schafwolle, die eine entzündungshemmende Wirkung auf gereizte Hautstellen hat.
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Noch ein wichtiger Hinweis: Wenn es in Ihrer Familie mehrere Allergiker gibt, sollten Sie vor der Verwendung von Pflegeprodukten besser mit einem Hautarzt sprechen – dadurch können Sie einer frühen Sensibilisierung entgegenwirken.

So beugen Sie einem wunden Baby-Po vor

Um die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind an einer Windeldermatitis erkrankt, zu minimieren, können Sie vorbeugende Maßnahmen ergreifen: Verzichten Sie zum Beispiel in den ersten Lebensmonaten auf Feuchttücher und reinigen den Baby-Po nur mit einem Waschlappen und Wasser. Tupfen Sie die nassen Stellen danach trocken, ohne zu rubbeln. Cremen Sie die Haut im Anschluss nicht prophylaktisch ein, sondern verwenden einen pflegenden Schutzbalsam (mit möglichst wenigen Zusätzen) nur dann, wenn der Po gerötet oder wund ist. Achten Sie darauf, dass die Windeln regelmäßig (mindestens vier- bis sechsmal am Tag) gewechselt werden und lassen Sie Ihr Kind ruhig ein wenig nackt herumstrampeln, bis die frisch gesäuberte Haut richtig trocken ist – bevor Sie eine neue Windel anlegen. Möchten Sie trotzdem Feuchttücher verwenden, nehmen Sie am besten solche ohne Parfüm oder künstliche Duftstoffe.

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Wann sollten Sie zu einem Arzt gehen?

Normalerweise bekommen Sie einen wunden Baby-Po auch ohne medizinische Hilfe in den Griff. Ist der Hautausschlag jedoch – trotz der genannten Tipps – nach mehreren Tagen immer noch da oder sogar schlimmer geworden, sollten Sie mit Ihrem Kind besser einen Arzt aufsuchen. Vor allem dann, wenn Ihr Baby sehr weinerlich wirkt, Fieber bekommt oder sein Stuhlgang anders aussieht als sonst. Weitere Indizien, die für einen Arztbesuch sprechen, sind rötliche Stippchen am Rand der Windel oder eitrige Pusteln. Sind die Pusteln eher weißlich, hat sich Ihr Kind wahrscheinlich einen Hefepilz eingefangen, den sie mit einer frei verkäuflichen Zinksalbe, die Nystatin enthält, behandeln können. Gelbliche Pusteln deuten hingegen auf einen bakteriellen Infekt hin, der ebenfalls mit einer Zinksalbe (inklusive Antiseptikum) eingeschmiert wird. Können Sie die Farbe nicht richtig deuten oder fühlen Sie sich der Lage nicht gewachsen, ist ein Arztbesuch ebenfalls empfehlenswert. Gerade dann, wenn Sie zum ersten Mal Eltern sind und Ihnen die nötigen Erfahrungswerte mit einer Windeldermatitis fehlen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

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ast
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