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Frisches Grün Kräuter anpflanzen: So gelingt die Aufzucht auf Balkon und Fensterbank

Eine Frau pflanzt Kräuter an
Mit nur wenigen Handgriffen schaffen Sie Ihren eigenen Kräutergarten
© martiapunts / Getty Images
Basilikum und Petersilie, Rosmarin und Thymian sind beliebte Küchenkräuter, die einem Gericht mehr Geschmack verleihen. Wer ihr frisches Aroma getrockneten Gewürzen vorzieht, kann sie auf der Fensterbank oder auf dem Balkon selbst anpflanzen.

Inhaltsverzeichnis

Ein eigener Kräutergarten hat den Vorteil, dass Sie das ganze Jahr über auf frische Zutaten beim Kochen zurückgreifen können. Damit sich ihre grünen Mitbewohner zu Hause wohlfühlen und mit ihren Artgenossen klarkommen (manche Sorten sind sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht grün miteinander), sollten Sie vor dem Anpflanzen einige Punkte beachten. Diese beinhalten nicht nur den richtigen Standort, sondern auch die richtigen Gießintervalle und Pflegetipps von Kräutern. Im Folgenden erklären wir Ihnen, was es bei der Aufzucht zu bedenken gilt.

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Kräuter anpflanzen: Wann, wie und wo?

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Kräuter als Samen kaufen und in einer Anzuchtschale großziehen – oder aber als ausgewachsene Pflanze, die Sie zu Hause bloß umtopfen: In beiden Fällen ist der richtige Standort entscheidend für eine ertragreiche Ernte. Das Gleiche gilt für den Zeitpunkt der Aufzucht als auch die Gießintervalle. Eine Erklärung dazu gibt es wie folgt. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Wenn Sie Ihre Kräuter draußen – auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten – anpflanzen wollen, sollte Sie erst nach der Frostsaison mit der Aufzucht starten. Sprich gegen Ende April, Anfang Mai. Das gilt für vorgezogene Setzlinge genauso wie für gekaufte Töpfe. Wärmeliebende Kräuter wie zum Beispiel Majoran oder Estragon sollten sogar noch später (Ende Mai) raus gesetzt werden, wenn es draußen noch zu kalt ist. Möchten Sie Ihre grünen Zutaten drinnen auf einer Fensterbank halten, können Sie diese auch schon eher züchten.

Wie werden Kräuter angepflanzt?
Ein magerer Boden ist für die meisten Kräuter die beste Wahl, aus diesem Grund ist handelsübliche Blumenerde weniger empfehlenswert: Sie enthält zu viele Nährstoffe. Besser geeignet für die Aufzucht ist hier spezielle Kräutererde in Kombination mit etwas Kräuterdünger (diesen unbedingt sparsam einsetzen). Beim Umtopfen gehen Sie folgendermaßen vor: Wässern Sie den Wurzelballen gut, bevor Sie ihn in einen passenden Topf setzen, der zur Hälfte mit Erde gefüllt ist. Füllen Sie das Behältnis mit Erde auf, drücken diese leicht an und bewässern sie.

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Wo ist der beste Standort?
Wie viele andere Pflanzen auch bevorzugen Kräuter meistens sonnige oder halbschattige Plätze. Es gibt auch aber sensible Gewächse, die sich im Schatten wohler fühlen: zum Beispiel Minze und Kresse, Rucola und Sauerampfer. Klassische Küchenkräuter wie etwa Basilikum und Rosmarin, Oregano und Thymian, Koriander und Zitronenmelisse bevorzugen hingegen einen sonnigen Standort. Schnittlauch und Kerbel, Estragon und Petersilie mögen es eher halbschattig, sprich eine Mischung aus Sonnen- und Schattenzeiten.

Welche Kräuter vertragen sich (nicht)?

Tatsächlich vertragen sich nicht alle Kräuter untereinander, da sie sich gegenseitig am Wachstum hindern – oder aber unterschiedliche Vorlieben wie einen trockenen oder feuchten Boden haben. Ein Tipp lautet hier, keine einjährigen Sorten (Basilikum, Dill) mit mehrjährigen (Thymian, Minze) in das gleiche Beet oder in den gleichen Blumentopf zu setzen. Manche Kräuter wiederum vertragen sich nicht mit anderen, sodass sie allein gehalten werden sollten, wie Melisse, Salbei oder Estragon. Besonders viel Platz und deshalb ebenfalls lieber in Einzeltöpfe gepflanzt werden wollen Pfefferminze, Estragon und Dill und Koriander. Gut untereinander verstehen sich hingegen diese Sorten: Petersilie, Kresse, Majoran und Kerbel. Oder auch diese Kombination: Schnittlauch, Rosmarin, Salbei und Zitronenmelisse.

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In dieser Tabelle finden Sie noch einmal eine detaillierte Übersicht: 

Kräuter

Vertragen sich

Vertragen sich nicht

Basilikum

Oregano, Petersilie, Rosmarin

Minze, Zitronenmelisse

Dill

Kresse, Majoran, Petersilie, Schnittlauch

Estragon

Koriander

Chili, Ingwer

Petersilie, Schnittlauch

Majoran

Dill, Kresse, Petersilie

Thymian, Oregano

Oregano

Basilikum, Rosmarin, Schnittlauch, Salbei

Majoran

Petersilie

Basilikum, Dill, Kresse, Schnittlauch

Koriander, Minze

Minze

keine

Basilikum, Thymian, Petersilie

Rosmarin

Basilikum, Oregano, Salbei, Thymian

Schnittlauch

Salbei

Oregano, Thymian, Rosmarin, Zitronenmelisse

Basilikum

Thymian

Estragon, Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse

Majoran, Minze

Zitronenmelisse

Salbei, Schnittlauch, Thymian

Basilikum

Quelle: smarticular

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So gießen Sie Ihre Kräuter richtig

Auch wenn manche Kräuter feuchte Erde bevorzugen, so mögen sie trotzdem keine nassen Füße. Sprich Sie sollten Ihre grünen Mitbewohner immer nur so gießen, dass sich kein Wasser im Boden des Blumentopfes sammelt. Sonnenanbeter laufen wiederum in den warmen Sommermonaten Gefahr, zu schnell auszutrocknen, hier können Töpfe aus Ton oder Terrakotta die Feuchtigkeit besser speichern als Plastikgefäße. Alternativ bieten such auch selbst bewässernde Kräutertöpfe an. Im Idealfall gießen Sie Ihre Kräuter maximal zweimal in der Woche – Petersilie und Schnittlauch gerne auch öfter. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist im Übrigen am frühen Morgen oder abends. Zur regelmäßigen Pflege zählt zudem das Abschneiden von vertrocknenden Blättern oder Stielen.

Und noch ein Tipp: Möchten Sie die Blätter zum Kochen verwenden, schneiden Sie diese morgens ab: zu diesem Zeitpunkt haben Kräuter das beste Aroma.

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