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Michigan Kanone explodiert bei "Baby Shower"-Party und tötet Gast

Mann und Frau halten einen Ballon mit der Aufschrift "Boy or girl?"
Die Vorfreude auf das Baby wich Schock und Trauer (Symbolbild)
© volody10 / Getty Images
Tragisches Ende einer "Baby Shower"-Party: Mit einer Kanone wollte ein Paar die bevorstehende Geburt seines Babys feiern. Es kam zu einer Explosion, ein Gast wurde tödlich von Metallsplittern getroffen.

In den USA haben sogenannte "Baby Showers" oder "Gender-Reveal-Partys" Tradition: Eine große Feier mit vielen Gästen anlässlich der bevorstehenden Geburt des Kindes. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Manche Paare greifen sogar zu den Waffen – das kann auch gefährlich werden. Im US-Bundesstaat Michigan ist nun ein Mann bei einem "Baby Shower" ums Leben gekommen.

Er war als Gast bei einem befreundeten Paar eingeladen. Die werdenden Eltern wollten die baldige Geburt mit einer Salutschuss aus einer kleinen Kanone feiern. In dem Gerät, das der Mann auf einer Auktion erstanden hatte, befand sich kein Projektil, es sollte nur einen lauten Knall und Rauch produzieren. Doch die Kanone explodierte, als der Schuss abgegeben wurde. Metallteile flogen durch die Luft und trafen den 26-jährigen Gast, wie das Nachrichtenportal "Michigan Live" berichtet. Der Mann starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Opfer stand drei Meter von der Kanone entfernt

Die Polizei teilte mit, dass das Opfer den Kanonenschuss nicht selbst abgefeuert hatte, sondern etwa drei bis vier Meter entfernt gestanden habe. "Die Metallteile flogen in alle Richtungen", sagte eine Polizeivertreterin dem Fernsehsender WJRT. Familie und Freunde des Opfers sammeln mit einer Crowdfunding-Kampagne im Internet Spenden für seine Beisetzung. Die übrigen vier Menschen, die sich in einem Hinterhof versammelt hatten, wurden nicht verletzt. Lediglich ein paar Autos wurden von den Splittern getroffen.

Michigan: Kanone explodiert bei "Baby Shower"-Party und tötet Gast

Solche Fälle treten nur sehr vereinzelt auf, doch immer wieder nehmen vor allem "Gender Reveal"-Partys ein tragisches Ende. Am bekanntesten ist wohl die Feier eines Paares aus Kalifornien im vergangenen Jahr. Ein Feuerwerkskörper löste einen schweren Buschbrand aus. Ähnliches passierte einem Vater im US-Bundesstaat Arizona. Er wurde 2018 zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt und sollte die Schadenssumme von acht Millionen Dollar begleichen, die durch den Brand entstanden war.

Quellen: "Michigan Live" / WJRT / "GoFundMe"

epp

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