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Flughafen Gatwick: "Gary Gatwick" wurde vor 33 Jahren am Flughafen ausgesetzt – nun kennt er seine Mutter

1986, als Steve Hydes zehn Tage alt war, wurde er am Londoner Flughafen Gatwick in der Damentoilette gefunden. Sein Leben lang suchte er seine Mutter, mithilfe genetischer Ahnenforschung fand er jetzt heraus, wer sie war.

Ein erwachsener Mann zeigt Babyfotos von sich in einem Fotoalbum

Mit diesem Bild machte sich Steve Hydes genannt Gary Gatwick auf die Suche nach seiner Mutter

Es war eine Verkäuferin aus dem Duty-Free-Bereich, die 1986 einen kleinen Jungen auf der Damentoilette des Londoner Flughafens Gatwick gefunden hat. Bekleidet mit einem Strampler, eingewickelt in eine karierte Babydecke, ohne irgendeinen Hinweis auf seine Mutter. Das zehn Tage alte Baby bekam vorerst den Namen Gary Gatwick, so hieß damals und heißt auch heute noch das Maskottchen des Flughafens. Inzwischen ist das Baby ein 33-jähriger Mann, der von seinen Adoptiveltern Steve Hydes genannt wurde. Steve hatte immer den sehnlichen Wunsch, seine leibliche Mutter zu finden und verfolgte dieses Ziel in den vergangenen 15 Jahren mit allen Mitteln. Nun verkündete er, dass seine Suche erfolgreich war: Dank der aufwendigen Arbeit von zwei Genealogen konnten seine leiblichen Eltern bestimmt werden.

Hi guys, Some good news! After 15 years of searching I am happy to confirm that with the very hard work of Genetic...

Gepostet von Gary gatwick airport baby abandoned am Samstag, 11. Mai 2019

"Nach 15 Jahren der Suche freue ich mich zu bestätigen, dass wir durch die harte Arbeit der genetischen Ahnenforscher CeCe Moore und Helen Riding in der Lage waren, meine Geburtsfamilie zu bestimmen", schreibt Hydes bei Facebook. "Leider ist meine leibliche Mutter verstorben, sodass ich nicht herausfinden kann, was genau geschehen ist und warum." Die Gründe, warum seine Mutter ihn damals am Flughafen zurückgelassen hat, wird Hydes also niemals erfahren. Doch hat er durch die genetische Bestimmung nun eine große Familie dazu erhalten. "Wie auch immer, ich habe meinen leiblichen Vater und Geschwister auf beiden Seiten gefunden, die alle nichts von meiner Existenz wussten."

Bei der Suche nach einer Antwort half jahrelange Bestimmungsarbeit

Mithilfe der Ahnenforschung über DNA können also nicht nur jahrzehntealte Verbrechen aufgeklärt, sondern auch Familien zusammengeführt werden. Hydes betont noch einmal die fantastische Leistung: "Die Arbeit, die Genealogen leisten, ist unglaublich, sie haben über Jahre so hart daran gearbeitet und dank ihrer Hilfe werden Fälle wie meiner gelöst. Heutzutage lassen immer Menschen ihre DNA testen und ich hoffe, dass meine Geschichte dabei hilft, darauf aufmerksam zu machen und andere Babys davor bewahrt, ausgesetzt zu werden."

Der britischen "Sun" sagte Hydes: "Es ist das Nicht-Wissen. Warum es geschah, wüsste ich gern. Für mich ist das eine Leerstelle, die für alle anderen ausgefüllt zu sein scheint." Noch im vergangenen Monat hatte Hydes gepostet: "Morgen werden es 33 Jahre, seit ich am Flughafen Gatwick zurückgelassen wurde. Es wäre toll, wenn ich herausfinden könnte, wann ich geboren wurde und was in den ersten zehn Tagen geschah."

Die Antwort darauf hat seine Mutter jedoch mit ins Grab genommen.

Quellen: Facebook, "The Sun"

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