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Afghanistan: Wie ein einziges Foto das Leben dieser Frau auf den Kopf stellte

Jahan Taab wagte das, was sich in Afghanistan nur wenige Frauen trauen. Sie verließ ihr Heimatdorf und machte sich auf in die große Stadt - um an einer Aufnahmeprüfung an einer Universität teilzunehmen. Ihr Baby nahm sie mit. Eine Entscheidung, die ihr Leben veränderte. 

Afghanistan: Wie ein Still-Foto das Leben dieser jungen Mutter verändert

Jahan Taab ist 25 Jahre alt und kommt aus dem Dorf Hoschto in der afghanischen Provinz. Sie ist Ehefrau eines armen Bauern und Mutter von drei Kindern. Im März dieses Jahres wagte die junge Frau einen mutigen Schritt. Sie packte ihren jüngsten Sprössling ein, setzte sich in einen Bus und fuhr mehr als sechs Stunden lang nach Nilli, einer Stadt im Zentrum Afghanistans. Dort angekommen, machte sich Jahan direkt auf den Weg zum Nasirkhosraw Higher Education Institute, einer privaten Universität. An diesem schicksalhaften Tag fand dort eine Aufnahmeprüfung an der sozialwissenschaftliche Fakultät statt - und genau diese war das Ziel von Jahan.

Mit ein paar Dutzend anderen Bewerbern nahm die junge Mutter Platz an einem der Schreibpulte und begann die Testbögen auszufüllen. Doch ausgerechnet in diesem Moment fing ihr Baby an zu weinen. Um die anderen nicht zu stören, verließ Jahan ihren Tisch, setzt sich hinter der letzten Reihe in den Sand und stillte den Säugling. "Ich fuhr fort, den Fragebogen auszufüllen und fütterte mein Baby. Es schrie wirklich laut. Und ich hatte Angst, dass der Dozent die Geduld verlieren und mich rausschmeißen würde", erzählte sie später dem britischen Sender BBC

Ein erstaunliches Bild - nicht nur in Afghanistan

Doch es kam ganz anders. Statt sie rauszuschmeißen, nahm der Dozent Yahya Erfan sein Smartphone zur Hand und schoss ein paar Fotos. "Es war ein erstaunliches Bild und alle Klassenkameraden bewunderten sie", berichtete er der CNN. Die Aufnahmen veröffentlichte er bei Facebook. In den sozialen Netzwerken fanden sie sofort Beachtung und verbreiteten sich rasant. 



Es dauerte nicht lange und auch die örtlichen Behörden wurden auf Jahan aufmerksam. Eine angesehene afghanische Universität bot ihr einen Studienplatz an der Wirtschaftsfakultät an, berichtet nun die BBC. Eine afghanische Politikerin erklärte, sie werde die Studiengebühren entrichten. Und der Zweite Vize-Präsident von Afghanistan, Sarwar Danisch, stellt ihr eine Wohnung für das erste Studienjahr zur Verfügung. "Mein Ziel ist es, den Frauen in meinem Dorf zu helfen, wenn ich mein Studium abgeschlossen habe", sagte Jahan. "In Kabul können Frauen rausgehen und sie arbeiten sehr fleißig. Doch die Frauen in meiner Heimatregion tun mir leid, weil sie nur begrenzten Zugang du Bildung haben."

Jahans Erfolg ist ein Schritt, um diese Ungerechtigkeit zu ändern.

ivi/tkr
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