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Allensbach-Studie: Männer haben genug von Gleichberechtigung

Laut einer Allensbach-Studie fühlen sich viele Männer von den an sie gestellten Ansprüchen überfordert. Zwei Drittel sind der Auffassung, dass genug für die Gleichberechtigung der Frau getan sei.

Karriere machen, sich um die Kinder kümmern und auch noch Aufgaben im Haushalt erledigen: Viele Männer fühlen sich von dieser Rolle überfordert. Zu diesem Ergebnis kommt die Allensbach-Studie "Wie tickt der Mann?", die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Jeder dritte Mann hat demnach das Gefühl, den an ihn gestellten Erwartungen nicht gewachsen zu sein. Bei den Singles war dies sogar jeder Zweite.

Dabei wünschen sich 66 Prozent der Frauen, dass Männer viele Aufgaben im Haushalt und in der Familie übernehmen, wie die Umfrage für die Zeitschrift "Bild der Frau" ergab. Auf der anderen Seite ist es aber auch 52 Prozent der Frauen weiterhin sehr wichtig, dass Männer im Beruf erfolgreich sind.

Diesen doppelten Ansprüchen genügen viele Männer aber nach wie vor nicht. Teilzeit kommt für 62 Prozent der Männer nicht in Frage. Lediglich 15 Prozent wären bereit, beruflich zurückzustecken.

Auch der Haushalt ist laut Umfrage weitgehend männerfreie Zone. Obwohl 61 Prozent der Männer - theoretisch - einer neuen Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau positiv gegenüber stehen, glauben zum Beispiel 81 Prozent der 18- bis 44-Jährigen, dass Frauen Arbeiten wie Bügeln besser erledigen. Tatsächlich meinen 64 Prozent der Männer, dass es mit der Gleichberechtigung inzwischen reicht. Das Allensbach-Institut befragte insgesamt 947 Männer und 546 Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren.

steh/AFP/AFP
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