HOME

Aufruf einer Mutter: "Wir können verhindern, dass noch mehr Kinder durch Waffen sterben"

Drei Jahre ist es her, dass Nicole Hockleys Leben still stand. Ihr jüngster Sohn wurde mit gerade einmal sechs Jahren Opfer eines Amokläufers. Seitdem setzt sie sich gegen Waffengewalt ein - und will zusammen mit anderen Eltern endlich die Gesetze in den USA ändern.

Nicole Hockley

Nicole Hockley bei der Vorstellung ihrer Organisation "Sandy Hook Promise" im Dezember 2013

Sandy Hook - in den USA reichen diese zwei Worte, um in den Köpfen der Menschen die furchtbaren Bilder vom 14. Dezember 2012 wieder zu wecken. Der Amoklauf an der Sandy Hook Grundschule in der Kleinstadt Newtown im US-Bundesstaat Connecticut kostete 20 Kindern und sechs Lehrern das Leben. Die getöteten Kinder gingen zum Zeitpunkt des Attentats in die erste Klasse. So auch Dylan, der damals sechsjährige Sohn von Nicole Hockley.

Zusammen mit den Eltern anderer Opfer engagiert sich Nicole Hockley heute gegen den Missbrauch von Waffen. Sie haben die Organisation "Sandy Hook Promise" gegründet, die die Aufklärung über Gefahren von  Schusswaffen vorantreiben will. Sie bieten für Eltern und Schulen kostenfreie Informationen und Workshops an und setzen sich für eine Verschärfung der amerikanischen Waffengesetze ein. Ihre Botschaft: So etwas muss nicht wieder passieren. "Für uns ist es zu spät, aber wir können versuchen, andere Familien vor diesem Schmerz zu bewahren", sagte Hockley der "Huffington Post".

Sie sei eine andere seit dem 14. Dezember 2012. Die Frau, die Mutter, die sie vor dem Amoklauf war, gibt es nicht mehr, schrieb Nicole Hockley vor einem Jahr. Ihr älterer Sohn Jake war damals auch in der Sandy Hook Grundschule. Er überlebte und spricht vom Todestag seines jüngeren Bruders als dem Tag, als die Hölle Einzug in seine Schule hielt.

Ein totes Kind jeden zweiten Tag

Der 20-jährige Amokläufer, der neben den 26 Menschen an der Schule auch seine Mutter und sich selbst tötete, ging sehr brutal vor. Die meisten Kinder hatten mehr als eine Schusswunde. So auch Dylan Hockley. Doch an den Waffengesetzen in den USA hat auch dieser Amoklauf nichts geändert. Genauso wenig wie die schlimmen Taten an der Columbine High School oder der Virginia Tech. Aber Nicole Hockley ist voller Hoffnung für die Zukunft. Obwohl es schwer sei, geduldig zu bleiben, habe sich schon etwas verändert. "Wir sehen, dass unsere Arbeit etwas bewirkt. Aber es geht alles so furchtbar langsam, was frustrierend ist, besonders wenn man daran denkt, wie viele Menschen auf diesem langen Weg noch sterben werden."

  Laut "NBC News" ist seit dem Amoklauf an der Sandy Hook Grundschule jeden zweiten Tag ein Kind in den USA durch eine Waffe gestorben.

Die Arbeit für die Organisation habe sie gerettet, sagte Hockley der "Huffington Post".  "Für mich ist es wie eine Therapie. Dylans Geist lebt weiter durch die Arbeit, die wir leisten." So habe sie nicht mehr das Gefühl, ihren Sohn vollständig verloren zu haben. "Alles, was ich mir wünsche, ist die Zeit zurückdrehen und meinen Sohn in die Arme schließen zu können. Aber das kann ich nicht. Doch ich kann versuchen, aus seinem Tod noch etwas Positives entstehen zu lassen." 

vim
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.