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Banksy-Graffito in Calais: Auch Steve Jobs war Sohn syrischer Migranten

Dass Flüchtling keine Belastung, sondern ihre Aufnahme auch eine wirtschaftliche Bereicherung sein kann, mahnt der britische Streetartist Banksy mit drei neuen Werken an. Das Graffito von Steve Jobs ist an der Zufahrt zum Eurotunnel in Calais zu sehen.

Migrantensohn Steve Jobs: An der Zufahrt zum Eurotunnel in Calais hinterließ Streetartist Banksy eines von drei mahnenden Graffiti

Migrantensohn Steve Jobs: An der Zufahrt zum Eurotunnel in Calais hinterließ Streetartist Banksy eines von drei mahnenden Graffiti

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise mit dem seit Jahren anhaltenden Flüchtlingsdrama im nordfranzösischen Calais beschäftigt: Banksy widmete dem Flüchtlingsdrama drei Werke, von denen eines seit dem Wochenende in dem als "Dschungel" bekannten Lager an der Zufahrt zum Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zu sehen ist, die beiden anderen in Calais selbst.

Das Banksy-Werk im "Dschungel"-Camp ist eine Darstellung des 2011 gestorbenen Apple-Gründers Steve Jobs in seinem typischen schwarzen Rollkragenpullover, mit einem Apple-Klassiker in der rechten und einem Bündel  Habseligkeiten in der linken Hand. "Oft wird uns vermittelt, Einwanderung schmälere die Ressourcen eines Landes", erklärte Banksy zu diesem Werk. "Steve Jobs war aber der Sohn eines syrischen Einwanderers." Und sein Unternehmen Apple habe sich zum "profitabelsten der Welt" entwickelt.

Ein modernes Triptychon

Als zweites Werk schuf Banksy in Calais eine Variation auf das Ölbild "Das Floß der Medusa" des französischen Künstlers Géricault. Statt des rettenden Schiffes "Argus" ist auf Banksys Version eine Autofähre zu sehen, wie sie zwischen Frankreich und Großbritannien über den Ärmelkanal verkehren und für die Flüchtlinge in Calais unerreichbar sind. Auf Banksys Webseite heißt es dazu: "Wir sind nicht alle in demselben Boot." 

Auch in Calais: eine Banksy-Variation auf das Ölbild "Das Floß der Medusa" des französischen Künstlers Géricault

Auch in Calais: eine Banksy-Variation auf das Ölbild "Das Floß der Medusa" des französischen Künstlers Géricault

Das dritte Werk Banksys ist ein Schwarz-Weiß-Bild auf einem Rettungsposten am Strand von Calais. Es zeigt ein Kind mit wehenden Haaren, das durch ein Fernrohr nach England hinüberschaut. Auf dem Fernrohr hockt ein Geier. Das Bild ist auf Banksys Website wiedergegeben, war am Samstag in Calais jedoch hinter einer Holzplanke verborgen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Dies sei "zum Schutz der Werke des Künstlers" von der Stadtverwaltung entschieden worden, hieß es zur Begründung. Banksys Werke erzielen zum Teil Preise von mehreren hunderttausend Euro.

Von Calais aus versuchen seit Jahren zehntausende Flüchtlinge nach Großbritannien zu gelangen. Immer wieder kam es vor, dass Flüchtlinge beim Eindringen in den Eurotunnel zu Tode gequetscht wurden. In dem improvisierten "Dschungel"-Camp leben meist tausende Flüchtlinge, die Zahlen schwanken stark.

bal/AFP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.