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Statt Wertmarken Britische Schüler erhalten im Distanzunterricht armseliges, überteuertes Essen – Eltern sind sauer


Nachdem eine Mutter den Inhalt eines Essenpakets von der Schule fotografiert und bei Twitter verbreitet hat, folgten heftige Beschwerden anderer Eltern. Sie müssen für diese Lieferung auf Wertmarken in Höhe von 30 Britischen Pfund verzichten.

Twitter-Userin Roadside Mum war not amused, als sie das Carepaket ausgepackt hat, das sie für ihr Kind im Distanzunterricht erhalten hatte. Der Inhalt sollte Essen für zehn Tage enthalten, im Gegenzug musste sie auf Wertmarken in Höhe von 30 Britischen Pfund verzichten. Doch der Wert der enthaltenen Lebensmittel entspricht einem deutlich geringeren Betrag – es wird von rund 5 Britischen Pfund gesprochen.

In ihrem Tweet listet sie auf, was sie vorfand:

"Kostenlose Schulessen-Box für 10 Tage
2 Tage Pellkartoffeln mit Bohnen
8 einzelne Scheiben Käse
2 Tage Karotten
3 Tage Äpfel
2 Tage Schokokugeln
3 Tage Quetschies

Ersatznudeln und Tomate. Brauche Mayo für Nudelsalat. 

Ausgegeben statt 30-Pfund-Gutscheinen. Ich könnte mit 30 Pfund mehr anfangen, um ehrlich zu sein."

Für die Zusammenstellung der Essenspakete ist unter anderem der Bildungsgastronomie-Dienstleister Chartwells verantwortlich, der sich direkt nach dem Auftauchen der Paket-Fotos von empörten Eltern entschuldigte, er hatte damit auch Aktivisten und Unterhausabgeordnete verärgert. Roadside Mum hatte mit ihrem Bild schnell große Reichweite erreicht, was diverse Aufnahmen anderer Paketinhalte zur Folge hatte.

Der Lieferant entschuldigt sich

Ein Sprecher von Chartwells versuchte, die erhitzten Gemüter durch Aufklärung zu beruhigen. Seine Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich um ein Paket für fünf und nicht für zehn Tage Mittagessen handle. Der Preis für die Lebensmittel, das Packen und die Auslieferung liege bei 10,50 Pfund.

Ein Sprecher des Dienstleisters Chartwell erklärte, er habe aufgrund des Fotos Ermittlungen angestellt. Er fand heraus, dass es sich um Lebensmittel für fünf und nicht für zehn Tage gehandelt habe. "Es tut uns sehr leid, dass unsere Bemühungen, tausende Essenspakete pro Woche mit extrem kurzer Vorlaufzeit zu liefern, in diesem Fall hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind."

"Etwas läuft hier falsch!"

Der Paketinhalt wirft in England allerdings noch weitere Fragen auf. Manchester-United-Fußballer Marcus Rashford hakte bei der Firma nach und stellte anschließend über Twitter die Frage, ob eine Mahlzeit pro Tag für Kinder überhaupt ausreichend sei. Es könne nicht angehen, dass Kinder aufgrund von schlechter Kommunikation hungrig blieben. "Etwas läuft hier falsch und das müssen wir schnell beheben!", schrieb er.

Der Vorsitzende der Labour-Partei, Keir Starmer, bezeichnete die Gerichte als "jämmerlich unzureichend", er wittert Betrug und fragte bei Twitter: "Wohin geht das Geld?" Er forderte: "Das muss umgehend aufgeklärt werden, damit Familien nicht im Lockdown hungrig bleiben."

Quelle:"Manchester Evening News"

bal

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