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Mager-Debatte im Netz: Model wird gefeuert - weil sie zu dick sein soll

Kleidergröße 34 bis 36 bei einer Körpergröße von 1,72 Meter - das ist laut einer britischen Model-Agentur zu dick. Die Maße gehören zu Charli Howard, einem britischen Model, dass gefeuert wurde, weil sie sich weigerte noch mehr abzunehmen.

Das 23-jährige Model will nicht länger für ihren Job hungern müssen

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Auch wenn es immer wieder Initiativen gibt, die daran etwas ändern wollen – die Laufstege dieser Welt werden auch im Jahr 2015 noch von Magermodels beherrscht. Normale und gesunde Körper gibt es in der Modewelt nur selten. Das britische Model Charli Howard – 1,72 Meter groß, Kleidergröße 34/36 - ist zu dick für den Laufsteg, sagt zumindest ihre Agentur und feuert die 23-Jährige. Die junge Frau will das nicht auf sich sitzen lassen und veröffentlicht bei Facebook einen sehr, sehr wütenden Post. "Ich werde nicht länger zulassen, dass mir jemand vorschreibt, was ich ändern muss, um 'schön' zu sein", schreibt sie. "Ich werde aufhören, mich zu schämen und mich tagtäglich darüber aufzuregen, dass ich eure lächerlichen und unerreichbaren Schönheitsideale nicht erfülle, während ihr den ganzen Tag hinter euren Schreibtischen sitzt, Kuchen in euch hineinstopft und mich und meine Freunde wegen unseres Aussehens niedermacht.

Teenager auf Youtube: Diese Schwedin ist angeblich zu dick fürs Modeln

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Here's a big FUCK YOU to my (now ex) model agency, for saying that at 5"8 tall and a UK size 6-8 (naturally), I'm "too...

Posted by Charli Howard on Dienstag, 13. Oktober 2015

Howard schreibt weiter, dass sie immer noch ein Mensch, eine Frau sei und sich nicht einfach ein Stück ihrer Hüfte abschneiden könne, nur um in die richtige Kleidung zu passen oder den zweifelhaften Agentur-Standards zu entsprechen. "Ich habe eine lange Zeit gegen die Natur angekämpft, weil euch meine Figur zu 'kurvig' war, doch jetzt fange ich endlich an, meinen Körper zu lieben", schreibt sie. Schließlich würde sie, auch wenn sie noch mehr abnehmen und noch mehr Sport treiben würde, nie dünn genug für die Agentur sein. Sie wolle weiter modeln – aber nur zu ihren Bedingungen. "Meine seelische und körperliche Gesundheit ist wichtiger als irgendeine Zahl in einer Tabelle."

Ein von Charli Howard (@charlihoward) gepostetes Foto am

Die Geschichte des Models interessiert: Inzwischen ist Howard im Fernsehen aufgetreten und hat Interviews mit verschiedenen Zeitungen geführt. In einem Artikel für die "Huffington Post" erklärt sie, wie überrascht sie von all dem positiven Feedback sei. Sie habe nicht mit so viel Aufmerksamkeit gerechnet und schäme sich, dass sie sich nicht eher gegen ihre Agentur gewehrt habe. Sie gibt Model-Agenturen wie der ihren eine Mitschuld daran, dass immer mehr Mädchen und Frauen in der Magersucht landen.

vim
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