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Schließung wegen Corona: Cowboy-Museum übergibt Twitter-Account an Sicherheitschef – und die Follower lieben ihn

Das Cowboy-Museum in Oklahoma hat während der Coronakrise seine Tore geschlossen. Doch einer hält die Besucher weiter auf dem Laufenden: Sicherheitschef Tim.

Die Coronakrise bringt momentan weltweit das soziale Leben zum Erliegen. Für viele Menschen bedeutet das nicht etwa weniger Arbeit, sondern eine zusätzliche Belastung – beispielsweise für Eltern, die nun nicht nur von zu Hause arbeiten, sondern sich gleichzeitig auch noch um die Betreuung ihrer Kinder kümmern müssen.

Aber auch Tim aus dem "National Cowboy & Western Heritage Museum" in Oklahoma sieht sich derzeit vor neue Aufgaben gestellt. Denn während das Museum wegen Covid-19 erst einmal bis einschließlich 31. März geschlossen bleibt, hat die Museumsleitung den Sicherheitschef gebeten, zusätzlich zu seinen sonstigen Aufgaben auch noch den Twitter-Account des Museums zu übernehmen – und seine Tweets sind fast zu gut, um wahr zu sein.

Mit seinem ersten Post teilte Tim ein Foto von sich selbst – natürlich in vollem Cowboy-Aufzug – und schrieb dazu: "Hallo, mein Name ist Tim und ich bin der Sicherheitschef im The Cowboy. Man hat mich gebeten, die zusätzliche Aufgabe des Social-Media-Managements zu übernehmen, während das Museum geschlossen ist. Ich habe das noch nie gemacht, freue mich aber. Mein Team wird außerdem weiterhin das Museum bewachen. Danke, Tim Senden"

Seither teilt der Vollblut-Cowboy alles, was ihm in seinem Museum so teilenswert vorkommt. Von Fotos der Ausstellung über Fotos von Selfiespots bis hin zu Versuchen, Buzz Lightyear und Woody aus dem Film "Toy Story" beim Bewegen zu erwischen – Tim legt sich richtig ins Zeug, um den Followern des Museums die Zeit zu Hause ein wenig zu versüßen. Und dabei vergisst er nie seine Erziehung und beendet jeden Tweet mit einem höflichen "Danke, Tim".

Ein paar kleine technische Hürden muss der Sicherheitschef dabei allerdings immer wieder überbrücken. Da wäre zum Beispiel die Sache mit den Hashtags, die, wie Tim erst lernen musste, nicht etwa ausgeschrieben ("Hashtag The Cowboy") werden, sondern "mit dem kleinen Knopf vom Telefon" gemacht werden – Ergebnis: #HashtagTheCowboy. Aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Das Cowboy-Museum hat auch prominente Fans

Und um das ganze noch extra herzerweichend zu machen, versäumt Tim es auch nicht, zwischendurch an seine Enkel Lucas und Keira zu denken: "Gute Nacht, Lucas und Keira. Habt Cowboy-Träume!"

Übrigens: Wer denkt, das Cowboy-Museum in Oklahoma sei nur ein unbekanntes Provinz-Museum, den straft Tim Lügen und teilt sogar ein paar Fotos vergangener prominenter Besucher mit seinen Twitter-Followern: "Sam Elliott. Er wurde belagert, als er versuchte, den Gang entlang zu gehen. Habe gefragt, ob er Hilfe benötigt, aber sagte, das habe er schon erwartet. Qualitäts-Schnurrbart. #HashtagTheCowboy Danke, Tim".

Wer jetzt übrigens meint, dass all das schon fast zu gut ist, um tatsächlich wahr zu sein, dem sei gesagt: Den Gedanken hatten wir auch. Und dann haben wir uns gedacht: Sollten wir unseren Großeltern die NEON-Kanäle anvertrauen, würde die Sache vermutlich ganz ähnlich aussehen...

jgs
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