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Tipps gegen Cybermobbing: Alle gegen Lena – die Berliner Polizei hilft

Jeder fünfte deutsche Jugendliche hat es bereits einmal erlebt – er wurde im Internet gemobbt. Das Problem des Cybermobbings wächst seit Jahren. Die Berliner Polizei versucht nun, auf neue Weise für Aufklärung zu sorgen.

Cybermobbing

Cybermobbing geschieht schnell – und über das Smartphone verfolgen die Peiniger ihr Opfer überall hin

Max und Jule haben sich getrennt. Das freut Lena, denn die findet Max schon länger süß. Das wiederum wollen Jule und ihre Freunde nicht auf sich sitzen lassen und beschließen, Lena einen Denkzettel zu verpassen. Sie schreiben ihr Whatsapp-Nachrichten voller Drohungen und hetzen andere gegen sie auf: Diese Geschichte, die stark an typische Fotolovestorys aus Jugendzeitschriften erinnert, wird in dieser Woche auf der Facebookseite der Berliner Polizei erzählt. Denn dort dreht sich momentan alles um das Thema Cybermobbing. Seit Jahren verlegt sich ein Teil des Mobbings immer mehr ins Internet. Dort ist es oft die Hemmschwelle, einen anderen niederzumachen, noch geringer als im persönlichen Kontakt. Und gleichzeitig fehlt vielen auch im Netz der Mut, andere zu stoppen und Mobbing zu verhindern.

Genau das will die Berliner Polizei ändern. Unter dem Hashtag "Stop Cybermobbing" informieren sie die gesamte Woche über Belästigung im Internet und wie man diese verhindern kann. Sie klären auf, wie man mit Fakeprofilen umgehen kann und wie man seine eigenen Bilder schützt.

Hilfe für Betroffene

Ähnlich wie ihre Kollegen aus Hagen, die in den vergangenen Monaten für ihre Postings viel Aufmerksamkeit geerntet haben, äußern sich auch die Berliner Beamten in den sozialen Netzwerken regelmäßig zu Themen, die über ihre normale Polizeiarbeit hinausgehen. Während ihrer Cybermobbing-Woche werden die Ordnungshüter von verschiedenen Experten, zum Beispiel vom LKA oder unterschiedlichen Hilfestellen, unterstützt und bieten an, auch private Nachrichten betroffener User zu beantworten. Bis Mittwochnachmittag hatten die Beiträge bereits über eine Million Menschen erreicht, so fleißig werden sie geteilt. "Wenn jeder der Erreichten die Botschaft in seinem Freundeskreis verbreitet, sorgen wir gemeinsam dafür, dass möglichst viele Menschen zumindest einmal über das Thema nachdenken", schreibt die Polizei dazu.


vim
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