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Bewegender Aufruf: Facebook-Post einer Mutter zeigt, wie schnell Drogen Menschen ruinieren

Innerhalb von nur sieben Monaten machten Heroin und Meth aus Cody Bishop einen Mann, der kaum noch wiederzuerkennen ist. Seine Mutter teilte die herzzerreißende Geschichte auf Facebook.

Seit Wochen hat Jennifer Salfen-Tracy kein Lebenszeichen mehr von ihrem Sohn Cody Bishop bekommen. Die Familie macht sich große Sorgen um den 26-Jährigen, der an einer starken Drogenabhängigkeit leidet und zuletzt einen Entzug im US-Bundesstaat Nevada gemacht haben soll. Nun hat Jennifer Salfen-Tracy auf Facebook einen Post veröffentlicht, in dem sie in ebenso bewegenden wie klaren Worten beschreibt, wie Drogenmissbrauch das Leben eines Menschen und seiner Lieben zerstören kann.

Besonders eindrücklich aber wird diese Botschaft durch zwei Bilder von Cody vermittelt, die seine Mutter an den Post angehängt hat. Das eine zeigt einen kräftigen, gesunden und ordentlich gekleideten jungen Mann. Auf dem zweiten Foto – nur sieben Monate später aufgenommen, wie Salfen-Tracy sagt – ist Cody ein Wrack: abgemagert, verlebt und verschmutzt.

Thank you everyone... Cody Bishop has been found and currently in A rehab facility where he is starting his road to...

Gepostet von Jennifer Salfen-Tracy am Mittwoch, 9. Oktober 2019

Drogensüchtig auf der Straße

Nach allem, was seine Familie weiß, lebt Cody irgendwo in Las Vegas auf der Straße, immer noch abhängig von Heroin und Meth. Sicher sein können sie nicht. Für seine Angehörigen ist diese Situation ungemein belastend: "Zu hören, wie schlecht es ihm geht, ist hart. Aber noch schlimmer ist es, gar nichts zu hören. Die Ungewissheit ist es, die Menschen nachts nicht schlafen lässt", schreibt Jennifer Salfen-Tracy in dem Post. "Es ist schwer zu verstehen, warum jemand, der Familie und Kinder hat, die ihn lieben und brauchen, so ein Leben lebt."

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Sie hoffe, dass Cody bald nach Hause zurückkehre und Hilfe in Anspruch nehme. Doch Jennifer Salfen-Tracy ist nicht nur persönlich vom Schicksal ihres Sohnes betroffen, sie hat auch eine Botschaft an die Politik: "Das ist ein wirkliches Problem in unserer Welt, das wir angehen müssen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, es zu lösen, statt dass die Regierung das ganze Geld dafür ausgibt, sich gegenseitig zu zerfleischen."

Viele ähnliche Schicksale in den Kommentaren

Für ihren ehrlichen und persönlichen Bericht bekommt Salfen-Tracy in den Kommentaren unter ihrem Post viel Zuspruch. Viele User berichten außerdem von ähnlichen Schicksalen. "Mein Herz schmerzt, wenn ich mir diese Bilder anschaue. Sucht ist eine schreckliche Krankheit", schreibt eine Leserin und erzählt von ihrer eigenen Tochter, die seit vielen Jahren gegen die Drogen kämpft.

Der Beitrag von Jennifer Salfen-Tracy wurde bisher schon mehr als 66.000 Mal auf Facebook geteilt, verschiedene Medien haben ihn aufgegriffen. Vielleicht gelangt er so auch zu Cody Bishop – und vielleicht liest er dann auch die verzweifelte Botschaft, mit der seine Mutter ihren Text beendet: "Cody, wenn du das siehst, dann ruf uns an ... wir lieben dich!"

Quelle: Jennifer Salfen-Tracy auf Facebook

epp
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