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Familien im Wandel: Mehr Alleinerziehende in Deutschland

Mutter-Vater-Kind - so hat eine Familie nach der gängigen Vorstellung auszusehen. In der Realität ist das oft anders. Immer mehr Eltern sind alleinerziehend, besonders im Osten Deutschlands.

Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen bei nur einem Elternteil auf. Waren es 1996 noch 1,9 Millionen Kinder unter 18, die bei Alleinerziehenden lebten, wurden 2011 etwa 2,2 Millionen Kinder gezählt - und das bei einem Rückgang der Geburtenzahl. Der Anteil stieg damit rasch an: Im Osten lebt etwa jedes vierte Kind in Ein-Eltern-Familien, im Westen fast jedes sechste, wie das Bundesamt für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Nach wie vor seien die alleinerziehenden Lebensformen zwischen Ost und West unterschiedlich. "In Westdeutschland herrscht immer noch ein traditionelleres Familienbild vor, in dem die Ehe mit Kindern eine wichtige Rolle spielt. In Ostdeutschland hingegen sind alternative Lebensformen mit Elternschaft weit verbreitet", sagte die Wissenschaftlerin Evelyn Grünheid. Aus diesem Grund seien die meisten Alleinerziehenden im Westen Geschiedene, im Osten Ledige.

mlr/DPA / DPA
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