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Stressige Flugreise: Er erkannte ihre Not und überließ einer Mutter und ihrem Baby seinen Erste-Klasse-Platz

Die meisten Menschen rollen mit den Augen, wenn in ihrer Nähe Babys schreien. Doch zum Glück nicht alle. Ein Amerikaner zeigte im Flugzeug Mitgefühl und bot der Mutter seinen Sitzplatz an. Für seine großzügige Geste wird er online gefeiert.

Kelsey und Lucy Zwick lächeln in die Kamera

Mit dem Umzug in die erste Klasse schlug Lucys Laune plötzlich um: Die ruhige Atmosphäre entspannte das elf Monate alte Mädchen sofort. Und plötzlich war die Reise kein Problem mehr.

Mit einem Baby zu verreisen, ist immer anstrengend. Schon wegen des ganzen Zeugs, das man tragen muss: Kinderwagen (erstaunlich unhandlich!), Windeln (erstaunlich sperrig!), Baby (erstaunlich schwer!) und dazu noch das übliche Gepäck plus Babyversorgungskram wie Essen und Getränke. Die US-Amerikanerin Kelsey Zwick, Mutter von Zwillingsmädchen, hatte am vergangenen Nikolaustag eine solche Reise vor sich – zwar mit nur einer ihrer Töchter, doch die braucht noch etwas mehr als andere Babys. Die elf Monate alte Lucy leidet an einer chronischen Lungenkrankheit und benötigt ein Sauerstoffgerät, um atmen zu können.

Das Baby schreit ununterbrochen, doch dann kommt unerwartete Hilfe

Mutter und Tochter waren auf dem Weg von Orlando, Florida, nach Philadelphia, Pennsylvania, wo Lucy wegen ihrer Lungenprobleme im Kinderkrankenhaus einen Termin hatte. Trotz vorzeitigen Check-ins und Fensterplatz war das Mädchen schlecht gelaunt: Es schrie ununterbrochen. Kelsey, die im hinteren Bereich der Economy-Klasse saß, konnte es nicht beruhigen. Sie versuchte, den Umsitzenden zu erklären, dass ihr Kind zwar schreie, es ihm aber ansonsten gut ging. Wie unangenehm eine Situation ist, wenn man den Mitreisenden sowie dem eigenen Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, lässt sich leicht nachvollziehen. Doch dann kam unerwartete Hilfe, wie Kelsey in einem Facebook-Posting erzählt, auf das eine dreiviertel Million Menschen reagiert und das knapp eine halbe Million Menschen geteilt haben.

To the man in 2D. Today you were traveling from Orlando to Philly. I don’t know you, but I imagine you saw us somewhere....

Gepostet von Kelsey Zwick am Donnerstag, 6. Dezember 2018

Der empathische Mitreisende aus der ersten Klasse

Jason Konzelman, Passagier der ersten Klasse des American-Airlines-Fluges, hat die Stresssituation erkannt – und reagierte. Er sprach eine Stewardess an und fragte sie, ob der Mutter eventuell mit einem Sitztausch geholfen sei, sodass sie mehr Platz für sich und ihr Kind hätte. Und das war tatsächlich die Rettung! Als Kelsey, weinend vor Rührung, in der ersten Klasse ankam und sich kurz bedankte, war die kleine Lucy plötzlich bester Dinge. Mit mehr Ruhe und mehr Raum wurde die Reise auf einmal zum Kinderspiel.

Als die Fluggesellschaft etwas später mitbekam, dass Kelseys Facebook-Dankeschön an den Unbekannten viral ging, griff sie ein und stellte den Kontakt zwischen den beiden her. So konnte die Mutter noch einmal persönlich bei Jason Konzelman Danke sagen. Dadurch hatte der großzügige Fremde nun einen Namen und ein Gesicht. In einem kurzen Videointerview mit "Inside Edition" erzählt er noch einmal den Hergang. Ganz bescheiden – und ganz selbstverständlich.

Quellen: Facebook / "Inside Edition"

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