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Gefährlicher Internet-Tipp: Frau isst nur noch Algen – weil sie sich einen Sohn wünscht

Weil eine Chinesin unbedingt einen Jungen zur Welt bringen wollte, aß sie nur noch Algen. Die sollen angeblich das Geschlecht des Fötus beeinflussen. Doch statt eines Sohnes bekam die junge Frau eine Schilddrüsenkrankheit.

Salat aus Meeresalgen

Salat aus Meeresalgen – zwei Wochen lang aß eine junge Frau nichts anderes mehr, weil sie unbedingt einen Sohn bekommen wollte

Im vergangenen Jahr wurde in China die Ein-Kind-Politik endlich abgeschafft. So können nun alle Familien mehr als ein Kind bekommen – nämlich zwei. Damit verdoppelt sich die Chance, einen Sohn zu gebären und so das höchste Ziel vieler traditioneller Familien zu erfüllen. So war es anscheinend auch bei einer jungen Chinesin aus Wuhan, die bereits eine Tochter hat und sich als zweites Kind nichts sehnlicher als einen Sohn wünschte. Deswegen hat sie sich im Internet auf die Suche nach Tipps gemacht, wie man das Geschlecht eines Kindes beeinflussen kann.

Wie auf alle Fragen hatte das Internet – selbst das stark-eingeschränkte in China – auch bei dieser eine Antwort parat. Doch wie so oft war diese nicht sonderlich schlau. Mehr noch erwies sich diese Antwort sogar als sehr gefährlich für die junge Frau mit Kinderwunsch. Die 36-Jährige hatte in einem Forum gelesen, dass sie auf jeden Fall einen Sohn bekommen werde, wenn sie einen Monat vor der Empfängnis damit beginne, nur noch Algen zu essen. Sie stellte ihre Ernährung komplett auf Algen um und landete so im Krankenhaus. Der übermäßige Verzehr des Nahrungsmittels hat laut "Mashable" und "CCTVNews" zu einer Schilddrüsenüberfunktion geführt. Ihr Mann brachte sie schließlich in die Klinik, nachdem seine Frau vorher mehrere Tage über Unwohlsein und Herzrasen geklagt hatte.

Da die Schilddrüse einen großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat, hatte die Frau Glück, dass sie so schnell behandelt wurde. Sie soll angeblich keinen Schaden von ihrer zweiwöchigen Algen-Diät zurückbehalten und auch weiterhin die Chance auf ein zweites Kind haben. Und was die Beeinflussung des Geschlechts eines möglichen Babys betrifft, finden sich im Internet weit weniger gefährliche Vorschläge, die mindestens genauso wirkungsvoll sind wie Algen – nämlich gar nicht.

vim
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