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Saubere Sache: Grill reinigen – Tipps, die blitzsauber funktionieren

Es raucht und brutzelt in den Gärten der Deutschen. Die Grillsaison läuft auf Hochtouren. Doch wie bekommt man den dreckigen Rest vom Rost? Drei sommerliche Tipps, die blitzsauber funktionieren.

Grill reinigen: Schmutziger Grillrost liegt im Gras

Statt in den Spüler, packt man den versifften Grillrost nach der Party am besten direkt in die Wiese. Die wird in der Nacht feucht und weicht die Fett- und Dreckkruste auf. Am Morgen danach mit dem Lappen nachwischen. Fertig.

Es ist Sommer in Deutschland. Die Zeit, in der am Wochenende aus beinahe jedem Garten und von jeder Terrasse kleine oder größere Rauchsäulen aufsteigen. Denn eins ist klar: Zu einem gekühlten Pils gehört ein saftiges Rumpsteak vom Grill. Basta. Doch selbst das feine Fleisch vom Biobauern hinterlässt hässliche schwarze Spuren auf dem Grillrost. Jedes Mal. Die könnte man direkt nach dem Essen mit kleinem Aufwand beseitigen. Doch wer macht das schon gern in einer lauen Sommernacht, wenn Freunde zu Besuch und die Kinder im Bett sind. Zu später Stunde bleibt der Grill häufig einfach stehen oder verschwindet verdreckt mit Asche und Fett in der Garage, im Schuppen oder unter einer Abdeckplane. Das Problem: Die klebrigen schwarz-braunen Fett- und Essenreste vom Abend werden über Nacht fest und lassen sich dann nur noch mit viel Mühe lösen. Es sei denn Sie kennen einen Trick, mit dem der Grillrost auch nach ein paar Tagen noch im Handumdrehen im alten Glanz erstrahlt. Kennen Sie nicht? Wir schon. 

1. In der Wiese einweichen

So schwer es auch fällt: Wer sich möglichst viele Jahre an seinem Grill samt Rost erfreuen möchte, muss nach dem letzten Pils noch einmal ran. Doch keine Angst, die Drahtbürste kann zu vorgerückter Stunde bleiben, wo sie ist. Für den bekanntesten, aber auch effektivsten Trick braucht der faule Grillmeister nur seine zwei Hände und ein Stück Rasen. Schnappen Sie sich den Grillrost und legen Sie ihn in die Wiese. Sinkt die Lufttemperatur über Nacht unter den Taupunkt, kondensiert das überschüssige Wasser aus der Luft an den Grashalmen. Man weicht das verdreckte Gitter also schlichtweg ein. In der feucht-warmen Wiese lösen sich auch hartnäckige Fleischreste vom Rost. Am Morgen danach hat der Griller vielleicht einen Kater – dafür reichen Lappen und Schwamm, um auch die letzten verkohlten Fetzen der Lammkoteletts von den Edelstahlstreben zu wischen.

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2. In feuchtes Zeitungspapier einwickeln

Auch wenn Gasgrills seit Jahren auf dem Vormarsch sind – Traditionalisten schwören auf den traditionellen Holzkohlegrill. Über den Geschmack des Grillguts, Röstaromen und ähnliche Dinge kann man sicher vortrefflich diskutieren. Unbestritten ist, dass ein Holzkohle-Grillrost deutlich schwerer zu reinigen ist als ein Gasgrill. Für unseren zweiten Tipp sollten Sie einen kleinen Vorrat (traditionelles) Zeitungspapier (keine Illustrierte) in der Nähe des Grills deponieren. Nach dem Grillen weichen Sie einige Blätter etwas in Wasser ein, wickeln den Rost in mehreren Lagen damit ein und lassen das Ganze über Nacht liegen.

Grill reinigen: Holzkohlegrill steht auf einer Terasse im Freien

So oder ähnlich sehen viele Grills in Deutschland am Morgen nach einer zünftigen Gartenparty aus. Dabei ist es kinderleicht, den Rost noch am Abend zu reinigen.

Wichtig: Lassen Sie den verschmutzten Grillrost gut abkühlen bevor Sie ihn einpacken.

Am nächsten Morgen genügen ein Lappen und etwas warmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel, um den Grill für das nächste Fest herauszuputzen. Das Zeitungspapier wirkt ähnlich wie ein Schwamm und weicht über Nacht den verkohlten Schmutz ein.

3. Einseifen mit Aschebrei und Kaffeesatz

Ja, auch mit der kalten Asche lässt sich der verkrustete Grill reinigen. Dass das keine saubere Sache ist, dürften routinierte Grillmeister ahnen. Hintergrund: Schon 2500 vor Christus fanden die Menschen heraus, dass beim Mischen von Asche und Wasser eine alkalische Lösung, also eine Lauge, entsteht. Der Aschebrei hat ähnlich fettlösende und schmirgelnde Eigenschaften wie Seife. Wer die Asche nach dem Grillen noch verwerten und nicht komplett auf dem Kompost abladen will, taucht einen alten feuchten Lappen hinein und rubbelt den Rost mit der Aschenlauge ab. Weil sich Asche auch glänzend als Dünger eignet, kann der Grillrost danach akkurat über einem Blumen- oder Gemüsebeet mit klarem Wasser abgespült werden. Freunde des Gasgrillens ersetzen die Asche durch eine Portion Kaffeesatz – gehen ansonsten aber genauso vor.

Quellen: "heimhelden.de"; "geo.de"


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