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"Tagebuch der Nation": Großmutter sorgt sich: "Ich fürchte, dass junge Generationen zu große Opfer bringen müssen"

Für den Podcast "Tagebuch der Nation" formulieren Leserinnen und Leser ihre Sorgen, Wünsche und Hoffnungen in der Corona-Krise. Hier lesen Sie, was eine 67-Jährige mit Blick auf ihre Kinder und ihre Enkel schreibt.

Brief Frau

Auch Sie können Briefe für das "Tagebuch der Nation" schreiben

Getty Images

Über Zeiten wie diese werden Bücher geschrieben und Filme gedreht. Irgendwann. Krise, Verwirrung, Angst, Hoffnung und Solidarität. Absurder Alltag. Fragezeichen, Meinungen. Keine Panik machen. Zu Hause bleiben. Doch noch ist die Zeit für Filme oder Bücher nicht gekommen, denn wir erleben diese Realität, die für uns durch das Coronavirus alles verändert.

Wir haben Sie daher gebeten, uns für die neue Podcast-Reihe "Tagebuch der Nation" Briefe zu schreiben. Seitdem erzählen Sie uns, was Ihnen durch den Kopf geht und wie Ihr Alltag aussieht. Es ist ein Projekt zum Anhören für alle, die alleine sind. Und für später, wenn wieder alles normaler ist.

67-jährige Großmutter Carola schreibt einen Brief

Beteiligt hat sich unter anderem die 67-jährige Carola aus Rheinland-Pfalz. Sie richtet sich an alle Hörer des Podcasts: "Als Großmutter von sieben fröhlichen Enkeln plagt mich mehr und mehr mein Gewissen. Ich fürchte, dass die jungen Generationen meinetwegen zu große Opfer bringen müssen. Um meine Gesundheit nicht in Gefahr zu bringen, müssen unsere Kinder und Enkel auf alles verzichten, was zu einem unbeschwerten Arbeits- und Freizeitleben dazugehört, und damit ihre eigene Zukunft wirtschaftlich und sozial gefähren – nur um mich und andere Großeltern nicht mit dem Corona-Virus anzustecken. Ist das nicht zu viel verlangt?"

Tagebuch der Nation

Neuer Podcast: das "Tagebuch der Nation"

Sie vergleicht anschließend unsere Gesellschaft mit einer Fußballmannschaft, in der die Jüngeren auch nicht langsamer laufen, wenn ihr Gegenspieler älter und nicht mehr ganz so schnell wie früher ist. Ihrer Meinung nach sei das auch überhaupt nicht notwendig, denn als etwas älterer Spieler würde man sich dann eben auswechseln lassen oder die Mannschaft verlassen, wenn einem die Luft ausgeht. Sie schlussfolgert:  "Wenn wir als ältere Generation nicht mehr teamfähig sind, weil gesundheitlich durch Corona gefährdet, so sollten wir uns selbst schützen und zu Hause bleiben, aber nicht dulden, dass die jungen Generationen (...) einen absoluten Stillstand erleiden müssen."

Sie hoffe, dass die jüngeren Generationen schon bald wieder Vollgas geben können: "Ich wünsche mir sehr, dass Kindergärten, Schulen und Universitäten, Geschäfte und Unternehmen sehr bald wieder offenstehen. Und ich wünsche mir, dass wir als Großelterngeneration vernünftig sind und uns selbst schützen. Wir müssen so lange die Öffentlichkeit komplett meiden (...), bis die Auswirkungen des Virus nachlassen."

Hier können Sie den Brief im Podcast hören

Alle Episoden des "Tagebuchs der Nation", auch den ganzen Brief von Carola, können Sie hier hören:

Zudem ist der Podcast natürlich auch auf allen wichtigen Plattformen verfügbar: bei AUDIO NOW, Spotify und Apple Podcasts

So können Sie mitmachen

Auch Sie wollen für das "Tagebuch der Nation" einen Brief schreiben? An Ihre Großeltern, an Ihre Eltern, an Ihre Freunde, an die, denen Sie erzählen, was Sie beschäftigt, was Sie erleben? Das freut uns! Wir lesen die Briefe für Sie ein – oder sie lesen selbst und schicken uns die Audiodatei, per Sprachnachricht oder Handyaufnahme. Senden Sie uns Ihre Texte mit dem Betreff BRIEF per E-Mail an post@rtl.de oder per Sprachaufnahme an die 0170 / 189 38 47. 

Schreiben Sie am besten Ihren Namen dazu, Ihr Alter und woher Sie kommen. Oder, dass Sie anonym bleiben wollen. Aus Ihren Briefen entsteht ein Tagebuch, das beschreibt, wie wir alle die Situation erleben.

Das "Tagebuch der Nation" ist eine Produktion der Audio Alliance in Kooperation mit dem stern, RTL, AUDIO NOW, GEO, BRIGITTE, ELTERN, GEOlino, Capital, BUSINESS PUNK und SCHÖNER WOHNEN.

sw

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