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Kalifornien "Er hatte seinen Kopf im Maul": Mann schlägt auf Bären ein, um seinen Hund zu retten

In Kalifornien leben Schwarzbären, die zwar bis zu 250 Kilogramm schwer werden können, im Schnitt aber unter 100 Kilo wiegen
In Kalifornien leben Schwarzbären, die zwar bis zu 250 Kilogramm schwer werden können, im Schnitt aber unter 100 Kilo wiegen. Der Besitzer des Hundes schätzte den angreifenden Bären auf 160 Kilogramm.
© Brian Melley / AP Photo / Picture Alliance
Ein Mann aus Kalifornien hat der Lokalpresse berichtet, wie sein Hund von einem Bären angegriffen wurde – und er selbst das Raubtier vertrieben haben will. Doch der Bär scheint sich damit nicht zufriedenzugeben.

Ein Mann aus Kalifornien hat mit bloßen Händen einen Bären in die Flucht geschlagen, der seinen Hund attackiert hatte. Zumindest berichtet Kaleb Bentham aus Grass Valley den Vorfall so einem örtlichen TV-Sender. Überprüfen lässt sich der Hergang der Ereignisse natürlich nicht.

Der junge Mann wohnt in einer abgelegenen, bewaldeten Gegend rund 80 Kilometer nordöstlich von Sacramento. Er berichtet, wie sein Pitbull Buddy am Tag vor Thanksgiving in seinem Garten gespielt habe, als er ein komisches Geräusch von draußen wahrgenommen habe. "Ich hörte ein Knurren, dann sah ich den Bären rund 20, 30 Meter von mir entfernt. Er schleifte Buddy hinter sich her, er hatte seinen Kopf im Maul", sagte Bentham. "Ich bin einfach hingerannt und in den Bären rein, habe ihn gerammt und beim Hals gepackt. Dann habe ich ihm solange ins Gesicht und ins Auge geschlagen, bis er losgelassen hat."

Schwarzbären in Kalifornien keine Seltenheit

In Kalifornien leben rund 30.000 Schwarzbären, die bis zu 250 Kilogramm schwer werden, zumeist jedoch kleiner sind. Bentham beschreibt den angreifenden Bären als 350-Pfund-Tier, also etwa 160 Kilogramm. Da sein Hund mit 45 Kilo auch nicht gerade ein Leichtgewicht ist, dürfte es sich tatsächlich um einen recht großen Bären gehandelt haben.

Den blutenden Buddy habe Bentham sofort zu der nächsten Tierklinik gebracht. Diese sei allerdings geschlossen gewesen wegen einiger Covid-19-Fälle unter den Mitarbeitern. Erst bei der zweiten Klinik habe er Glück gehabt. Buddy sei dann dreieinhalb Stunden operiert worden. Seine Wunden seien genäht und seine Ohren an mehreren Stellen wieder festgetackert worden, außerdem hätten Röhren in seinen Kopf eingeführt werden müssen, um Flüssigkeit abzulassen. Den sichtlich lädierten Vierbeiner zeigte Bentham einige Tage später dem TV-Sender. 

"Ich würde für meinen Hund sterben"

Thanksgiving, den Tag nach dem Angriff, hätten die beiden im Bett verbracht und mittlerweile gehe es dem Hund wieder deutlich besser. Der Bär aber scheint sich noch nicht geschlagen geben zu wollen. So berichtet Bentham, dass das Tier seit dem Vorfall bereits mehrfach wieder in der Nähe des Hauses gewesen sei. "Ich habe das Gefühl, er möchte seine Beute zurückhaben, die ich ihm weggenommen habe", so Bentham. 

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Bären seien in der Region keine Seltenheit, aber normalerweise würden sie nicht auf Hunde losgehen. Buddy habe Bentham vor einigen Jahren aus einem Tierheim geholt und die beiden seien seitdem unzertrennlich. "Was würden Sie machen, wenn das Ihr Kind wäre?", sagt er gegenüber CBS Sacramento. "Er ist wie mein Kind, ich würde für meinen Hund sterben."

Quellen: CBS Local Sacramento / Twitter / California Department of Fish and Wildlife / Google Maps

fin

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