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Familie an Heiligabend: Lieber Papa, liebe Mama, entspannt euch bitte: Weihnachten muss nicht perfekt sein!

Auf keinem Tag im Jahr lasten so hohe Erwartungen wie auf dem Heiligabend. Was am Weihnachtsabend in der Familie schiefgeht, gilt sofort als mittlere Katastrophe. Etwas weniger Stress würde allen Beteiligten guttun.

Mann schläft neben Weihnachtsbaum

Ein bisschen weniger Perfektionismus an Weihnachten könnte manchen ganz guttun – es muss ja nicht gleich so ausarten

Getty Images

Wollte man einem Außerirdischen erklären, was "Familie" bedeutet, man müsste ihn wohl zum Heiligabend unter den Weihnachtsbaum einladen. An keinem anderen Anlass zeigt sich derart deutlich, woraus dieses soziale Konstrukt besteht – aus Liebe und gegenseitigem Beschenken, aus Unterschiedlichkeit und doch so vielen gemeinsamen Erfahrungen, aus Spannungen und Konflikten. Weihnachten ist das Fest der Familie, mit allem, was dazugehört.

Und wahrscheinlich deshalb ist dieser eine Abend im Jahr so aufgeladen mit allen möglichen Erwartungen, dass er diesen eigentlich niemals gerecht werden könnte. Oft sind es die Eltern, die jede Menge Energie und Arbeit in diesen Heiligabend stecken – und dann enttäuscht sind, wenn nicht alles perfekt funktioniert. Das gilt natürlich auch für die Väter, aber in den meisten Fällen doch besonders für die Mütter: Sie wünschen sich für Weihnachten die perfekte Familienidylle. Und sie haben oft ziemlich genaue Vorstellungen, wie das auszusehen hat.

Heiligabend: So aufgeladen, dass es eigentlich nur schiefgehen kann

Das ist eigentlich schade – denn all das erzeugt einen unnötigen Druck, der irgendwann so groß wird, dass das Pulverfass unweigerlich früher oder später in die Luft geht. Irgendwas geht nämlich immer schief. Das Essen misslingt, jemand ist schlecht drauf, ein unangenehmes Thema kommt zur Sprache, ein Geschenk kommt nicht rechtzeitig an, oder, oder, oder ... Die Liste der Dinge, die danebengehen können, ist endlos. Und prompt herrscht dicke Luft unterm Tannenbaum. Muss das sein?

Ganz abwegig ist es ja nicht, dass sich Eltern – besonders von erwachsenen Kindern, die nur für das Fest ein paar Tage lang nach Hause kommen – ein perfektes Weihnachten wünschen. Letztendlich zeigt es sogar besonders deutlich, wie wichtig ihnen diese Zeit ist, in denen sich die Familie komplett versammelt. Dann soll eben alles passen. Das ist eigentlich etwas sehr Schönes. Deshalb sollten sich auch die Kinder durchaus Mühe geben, ihren Eltern ein schönes, harmonisches Weihnachten zu ermöglichen, selbst wenn sie nicht auf jede Tradition Lust haben. Das gleiche haben Mama und Papa schließlich bis vor einigen Jahren auch noch getan.

Schade allerdings, dass jede Abweichung von der Vorstellung dann wie eine Katastrophe aussieht. Auch das war für uns als Kinder genauso: Wenn das Geschenk nicht genau dem Wunschzettel entsprach, war der Weihnachtsabend gelaufen. Heute aber – unter Erwachsenen – könnten doch alle die Angelegenheit etwas entspannter angehen: Weihnachten soll vor allem eine entspannte Zeit mit lieben Menschen sein, in der sich alle wohlfühlen. Perfektion ist keine Voraussetzung dafür, manchmal stört sie sogar eher.

Kleine Schwächen bleiben in Erinnerung

Funktionieren müssen wir alle nämlich den Rest des Jahres über schon oft genug. Familie sollte der Raum sein, an dem eben das nicht mehr gilt. Da muss auch an Weihnachten kein Sterne-Essen auf dem Tisch stehen, das Badezimmer muss nicht aussehen wie im Hotel und wir müssen keine Anzüge tragen, um uns gegenseitig zu beweisen, wie besonders dieser Moment doch ist.

Erinnern wir uns doch alle mal an die Oasis-Zeile aus "Little By Little": "True perfection has to be imperfect." Denn mal ehrlich, liebe Papas, liebe Mamas: Die Geschichten, die bei den Familientreffen immer wieder erzählt werden, sind nicht die von Abenden, an denen alles glattgelaufen ist. Solche Abende sind schön, aber man erinnert sich nicht lange daran. Die Dinge, an die wir uns erinnern und von denen ihr uns immer erzählt habt – das sind doch solche, die danebengingen, im Nachhinein dann doch kein großes Drama waren und gerade dadurch einen solchen Charme haben: wie wir als Kinder Worte jahrelang falsch ausgesprochen haben, wie ihr uns mit dem Kinderwagen ausgekippt habt und wie Papa einmal bei der Verwandtschaftsfeier den Nudelsalat verschüttet hat.

Deshalb: Entspannt euch bitte etwas – und vielleicht werden wir eines Tages unseren Kindern von diesem Heiligabend erzählen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.