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Benachteiligung von Frauen: Schwesig fordert Gesetz gegen Lohnungerechtigkeit

In vielen Ländern gibt es bereits ein Gesetz gegen Lohnungerechtigkeit: Manuela Schwesig will nun auch in Deutschland mithilfe einer solchen Regelung gegen die Benachteiligung von Frauen vorgehen.

Ein Gesetz gegen Lohnungerechtigkeit, das vor allem eine Benachteiligung von Frauen bekämpfen soll, ist nach Ansicht von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig sinnvoll und auch praktisch umsetzbar. "Es funktioniert in vielen Ländern schon. Und meine kanadische Amtskollegin hat mir gerade bestätigt, wie wirksam solch ein Gesetz sein kann", sagte die SPD-Politikerin nach einer Konferenz der Vereinten Nationen in New York.

"Die Realität zeigt jeden Tag, wie nötig solch ein Gesetz ist", sagte Schwesig. "Dabei wollen wir noch viel weniger, als in Kanada schon Gesetz ist." Dort müssten alle Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern einen Bericht zur Lohngleichheit vorlegen, der dann von den Behörden geprüft werde. "Wir wollen erst bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitern anfangen und dann soll der Bericht unter den Sozialpartnern diskutiert werden. Unsere Lösung ist also viel unkomplizierter mit erheblich weniger Bürokratie."

Schwesig sagte, dass der Widerstand gegen solche Gesetze ihnen eher helfen würden. "Denn Widerstand zeigt, dass wir eben doch noch nicht so weit sind. Denn bei allen guten Vorsätzen; wenn es dann an Taten geht, sind die Worte oft schnell vergessen." Dabei habe Deutschland beim Thema Gleichstellung eine "Strahlkraft" in der Welt: "Ich habe in New York gemerkt, wie genau auf uns geguckt wird. Gerade aus Ländern, in denen Frauenrechte kaum entwickelt sind. Wir werden dann als Vorbild genommen, dass es sich zu kämpfen lohnt."

vim/DPA / DPA
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