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Frühjahrsputz Auf Twitter teilen Menschen ihre persönlichen Putztipps – kannten Sie schon alle davon?

Ein junger Mann putzt ein Fenster
Viele Menschen bekommen gerade Lust auf den großen Frühjahrsputz
© luza studios / Getty Images
Wenn die Sonne durch die schlierigen Fenster schimmert, wird vielen klar: Es muss mal wieder ordentlich geputzt werden. Aber was sind die besten Tipps und Tricks für den Frühjahrsputz?

Putzen – kaum jemand tut das gern, aber jeder freut sich hinterher über das Ergebnis. Glänzende Flächen, Fenster, durch die man tatsächlich durchblicken kann, kein Staub mehr im Bücherregal, freigeräumte Böden. Ordnung und Sauberkeit, so spießig das klingt, machen gute Laune und sorgen für weniger Stress bei uns. Aufgeräumte Wohnung, aufgeräumtes Gehirn. Das wusste ja bereits Aufräum-Queen Marie Kondo.

Aber nicht jeder ist ein geborener Putzteufel, und an manchen Aufgaben oder hartnäckigen Schmutzflecken scheitern manche dann doch. Um knifflige Putzprobleme zu lösen, regte eine Twitter-Nutzerin namens "Annikers" kürzlich auf der Onlineplattform an, mal die jeweils persönlichen Geheimtipps mitzuteilen, die für den ein oder anderen vielleicht hilfreich sein könnten.

Fast jeder hat einen guten Rat

Schnell kommentierten mehr als 200 Menschen den Aufruf. Viele hatten hilfreiche oder zumindest amüsante Hinweise, wie man den Frühjahrsputz effektiver oder angenehmer gestalten kann. Einige teilten wirklich geniale Tipps, andere ihre persönlichen Zaubermittel und wieder andere ihre Taktiken, sich überhaupt aufzuraffen und zum Putzlappen zu greifen.

"Für mich bester Lifehack: Musik dabei hören. Ändert alles", schreibt zum Beispiel "Daniel Morgenstern". Viele andere stimmen zu und beschreiben, dass auch sie am liebsten mit Kopfhörern auf den Ohren und lauter Musik loslegen. Einige teilen sogar passende Spotify-Playlisten – die Geschmäcker reichen allerdings von Schlager über Boney M. bis hin zu Metal. Andere schwören eher auf Podcasts oder Hörspiele: "Hörbuch oder Podcast auf die Ohren", empfiehlt Twitter-Nutzer "Tom Tomsen". Und manch einer mag sogar den Fernseher nebenbei laufen haben – allerdings nur spezielle Sendungen:

Der User "Still Not Sorry" schreibt nämlich, er putze am liebsten, wenn er dabei Dokumentationen über Serienmörder sehen könne ...

Laute Musik oder Serienmörder-Dokus nebenher

Aber welche Utensilien oder Mittelchen können die Twitterer empfehlen, um hartnäckigen Dreck wegzubekommen? Häufig fällt der Begriff "Putzstein", mit dem sich offenbar Fliesen, Armaturen und sogar weiße Turnschuhe reinigen lassen. Ebenso beliebt: Der sogenannte "Schmutzradierer" erfreut sich ähnlicher Beliebtheit, vor allem um Schmutz von weißen Tapeten abzubekommen. "Baby-Feuchttücher" sind die Geheimwaffe von "Herr vor Ragend". "Kinder sind inzwischen 7 und 9 und kauf' die immer noch, weil man damit einfach fast alles sauber bekommt. Nur für Kalk/Fenster nehm' ich was anderes." Ein Nutzer namens "Rechtsdirektor" empfiehlt: "Natron für Fliesenfugen" und bekommt dafür viel Zustimmung. Auch Zitronensäure und Essig sind beliebte Tipps, "Sandra Gugić" schreibt etwa, ihre Mittel der Wahl seien: "Essig, Zitrone, Zorn und laute Musik". Der pragmatische Tipp von "Christian Conrad" ist: "Lidl W5 feuchte Allzwecktücher".

Nutzerin "Juliane Zielonka" schlägt vor: "Nagellackentferner in Wattepads für Aceton-resistente Oberflächen im Bad. Damit wird in kleinen Dosen alles sauber. Essigessenz auf Küchenkrepp und das um die Armaturen gewickelt am Beckenrand. Eine halbe Stunde liegen lassen, danach mit Schwamm Kalkreste entfernen." Und "Pfeffienator" rät: "Edding an der Wand geht mit Haarspray sehr gut ab. Aufsprühen und, solange es feucht ist, abwischen." Eine Frau namens "Kirche Heide" hat den Tipp: "Trockenshampoo gegen Fettflecken in Klamotten." Und "Sebastian M Braun" schreibt: "Spüli, verdünnt in Sprühflasche. Natron auf die Spüle, dann Essig drauf und dann bürsten. Blutflecken in der Waschmaschine erst kalt vorwaschen. Kein Spüli in Pfannen, nie! Never ever Scheuermilch."

Geheimtipps und Zaubermittel

Und was sind die wirklichen Geheimtipps, die nicht bereits als "Hausmittel" bekannt und beliebt sind? "Wir haben 2 Katzen, die alles vollhaaren – mit so einer Silikonbürste, die eigentlich für's Bürsten der Tiere selbst ist, bekommt man die ganzen Haare von Klamotten, Stühlen, Polster etc. wieder runter. Funktioniert viel besser als Klebestreifen oder der blanke Staubsauger", schreibt Nutzer "Chris Degl" und postet dazu das Bild einer blauen Silikonbürste mit kurzen Knubbelborsten. "Erdbeertornadoo" schreibt: "Mein Tipp ist nichts Herausragendes, hat mir aber schon Zeit gespart: Leg' die Rolle Müllsäcke in den leeren Eimer unten rein. Haste immer direkt griffbereit, wenn der Sack gewechselt wird." Der ultimative Rat von "Frau Tasia" ist: "Gamechanger bei mir war (solange es mir zeitlich noch möglich war): An einem Arbeitstag putzen um das Wochenende bzw. freie Tage von dieser Arbeit frei zu halten."

Simpel aber effektiv ist die Ansage von "Hans-Ulrich Schwarz": "Einwirken lassen. Ins Bad gehen, alles einsprühen, dann das Wohnzimmer saugen und anschließend erst das Bad putzen. Mit einem Wisch ist es sauber. Spart Zeit und Mühe." Und "Die Lotte" schreibt: "Erst aufräumen, dann saugen, dann putzen, für mich klappt nur alles am Stück, sonst sehe ich den Erfolg nicht, wenn ich zigmal anfange." Einen ungewöhnlichen Tipp hat auch "Frau Müdchen": "Effiziente Mikroorganismen zum Fensterputzen. Die sind eigentlich für Pflanzen, z.B. Ahorne, um das Wachstum anzuregen. Nichts anderes, nur die Mikroorganismen ins Wasser und damit putzen und abziehen. Noch nie so streifenfrei geputzt!"

Nicht alle haben große Lust aufs Putzen

Nicht alle Kommentatoren geben allerdings Tipps, die wirklich zum Sauberwerden der eigenen vier Wände beitragen – sie sorgen aber immerhin für ein Schmunzeln. "Sein lassen" oder "Einfach liegen bleiben", ist da zu lesen. "Alles unter den Teppich kehren", "selektive Schmutzwahrnehmung üben" oder "wegen der Pandemie niemanden mehr in die Wohnung lassen". Nutzer "Berti" scherzt: "Staub unters Bett föhnen". Und "Das dicke Ende" weiß: "Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert" ...

Sehr viele Nutzer empfehlen übrigens auch einen Staubsauger-Roboter, der zumindest den kleinen Alltagsstaub recht mühelos erledigt. Und "Mama_ist" fasst in Worte, was viele der anderen Nutzer ebenfalls schreiben: Wer wenig Zeit hat, Putzen hasst und es sich leisten kann, tut vermutlich gut daran, diese Aufgabe an einen Profi outzusourcen.

Dann ist es für die Nerven sicher das Beste, eine Reinigungskraft zu engagieren, die aus dem vollen Terminplan zumindest diese Aufgabe herausnimmt und den Alltag erleichtert.


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