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Menstruations-Unterwäsche: Thinx entdeckt die Transgender-Zielgruppe

Seit etwa einem halben Jahr ist die Menstruationsunterhose Thinx auf dem Markt. Das Unternehmen verkauft seine Ware als Beitrag zur Gleichberechtigung von Frauen. Nun hat es eine neue Zielgruppe entdeckt.

Screenshot Thinx-Modell Boyshort

Menstruationshosen sind nicht nur was für Mädchen, dachten sich die Hersteller von Thinx. Schließlich wächst die Transgender-Community.

Eins muss man den Herstellern der "Menstruationsunterhose" Thinx lassen: Sie haben ein cleveres Marketingteam. Als die Schlüpferkollektion im Sommer dieses Jahres auf den Markt kam, trat das Unternehmen mit der Ansage auf, das Tabu um die Menstruation zu brechen. Nichts solle die Frau mehr einschränken, nur weil sie gerade ihre Tage hat. "Stolz und unermüdlich werden wir daran arbeiten, dass jedes Mädchen eine gleichberechtigte Chance auf eine strahlendere Zukunft hat, die es verdient", heißt es auf der Website des New Yorker Unternehmens vollmundig. Gleichberechtigung von unten also.

Durch eine spezielle integrierte Einlagenschichtung sollen die Höschen dafür sorgen, dass alles aufgesaugt wird, was sonst in Binden oder Tampons landet. Für die unterschiedlichen Tage – leichter Start, stärkere Blutung im Mittelteil, abflauendes Ende der Menstruation – lassen sich unterschiedlich designte Schnitte ordern, vom zarten String bis zum großflächigen Hüftschmeichler. Wenig Stoff, wenig Fassungsvermögen, könnte man die Varianten zusammenfassen. "Buzzfeed"-Autorin Sarah Burton hat ein Modell getestet und musste tatsächlich mit ihren Vorurteilen aufräumen, wie sie in ihrem latent unappetitlichen Resümee schreibt.

"Tampons sind ein Sicherheitsrisiko"

Nun scheint den Thinx-Entwicklern die weibliche Zielgruppe nicht mehr auszureichen. In einem kürzlich veröffentlichten Video erklärt Sawyer DeVuyst, ein in Brooklyn lebender Schauspieler, der als Mädchen auf die Welt kam, wie ihm die Unterhose im Alltag hilft. Etwa auf der Herrentoilette. Der 30-Jährige hat sich mit 23 als Transmensch "geoutet" und nimmt seit zwei, drei Jahren Hormone. "Es ist definitiv ein Sicherheitsrisiko, wenn man auf der Herrentoilette sitzt und jemand hört es aus deiner Box knistern, weil du ein Tampon wechselst", erzählt er im Video. "Niemand redet darüber, dass es Männer gibt, die ihre Tage haben. Das hat was mit Scham zu tun, es nimmt einem die Männlichkeit, weil es etwas Weibliches ist."


Und da die Transgender-Community wächst, dient DeVuyst als Rolemodel für Thinx, mit dem der Konzern versucht, auch diesen Markt zu erschließen. Mit dem Modell Boyshort zum Beispiel.

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