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Lösung mit HVV gefunden: Kleinwüchsiger Hamburger darf wieder Bus fahren

Michel Arriens kann wegen seiner Kleinwüchsigkeit nicht richtig laufen und ist auf einen Roller angewiesen. Am Mittwoch wurde er deswegen aus einem Hamburger Bus geworfen. Nun hat er sich mit dem HVV geeinigt.

Michel Arriens (l.) einigt sich mit einem Vertreter des HVV auf eine kurzfristige Lösung, um wieder Busfahren zu können

Michel Arriens (l.) einigt sich mit einem Vertreter des HVV auf eine kurzfristige Lösung, um wieder Busfahren zu können

Happy End für Michel Arriens - und das auch noch recht schnell. Der 26-jährige, kleinwüchsige Hamburger darf wieder Bus fahren. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und er haben eine "Lösung gefunden haben, wie wir ihn auch künftig weiterhin in unseren Bussen mitnehmen können". Das teilt der HVV auf mit und stellt dazu ein Foto von Arriens auf seinem E-Scooter in einem Hamburger Bus. 

Am Mitwoch war Arriens aus einem Bus geflogen, weil sein Roller ein Sicherheitsrisiko darstelle. Der Grund dafür ist ein neues Gutachten, das von einer Gefahr durch "Rutschen oder Kippen" der E-Scooter ausgeht. Daraufhin sah sich der HVV "gezwungen, die Mitnahme von E-Scootern in Bussen bis auf weiteres auszusetzen".

"Die für ihn sehr unangenehme Situation von gestern Morgen bedauern wir ehrlich", heißt es in dem Statement. Niemand solle sich so fühlen müssen. Zwar hätten die Fahrer hinsichtlich der geltenden Regeln korrekte Entscheidungen getroffen, "aber nur weil etwas richtig ist, ist es nicht auch immer hilfreich." Die bestehenden Vorschriften seien für den Fall von Michel Arriens nicht geeignet.

"Konstruktiver Austausch" zwischen Michel Arriens und dem HVV

Der Austausch sei konstruktiv gewesen und habe geholfen, Arriens Situation "noch besser zu verstehen". Da für Michel Arriens "aus für uns nachvollziehbaren Gründen", so der HVV, jedoch weder die Variante des Sitzplatzes noch die einer Feststellbremse in Frage kommen, habe man sich gemeinsam angeschaut, wie die sichere Aufstellung im Bus möglich ist.

In dem Statement stellt der HVV auch nochmal klar, warum er so schnell auf den Fall reagiert hat: "In Sonderfällen, in denen unsere Vorschriften nicht helfen, bieten wir jedem Fahrgast an, sich direkt an uns zu wenden, um eine Lösung herbeizuführen. Dass diese so schnell gefunden wird wie im Falle von Michel Arriens ist wünschenswert, aber können wir Euch nicht in die Hand versprechen." Was man aber versprechen könne: "Dass wir ehrlich alles daran setzen, jeden Fahrgast mitzunehmen. Unsere Busse und Bahnen sind für alle da."

Auch Arriens selbst bestätigte über die sozialen Netzwerke eine Einigung mit dem HVV. Wie die genau aussieht, möchte er allerdings noch nicht verraten, weil er dies in einer TV-Sendung erzählen möchte.



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