HOME

Nach "Wetten, dass..?": Was machen Familien am Samstagabend?

Die große Samstagabend-Show als klassisches Familienritual hat an Bedeutung verloren. Aber gemeinsame Rituale sind wichtig. Wie sich diese Lücke zeitgemäß schließen lässt.

Man kann es gut oder schlecht finden, aber fernsehen gehört für fast alle Deutschen zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen. Auch gemeinsam mit der Familie wird gern geschaut.

Man kann es gut oder schlecht finden, aber fernsehen gehört für fast alle Deutschen zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen. Auch gemeinsam mit der Familie wird gern geschaut.

Spätestens die Absetzung von "Wetten, dass..?" zeigt: Die alten Zeiten sind vorbei. Wo sich vor zehn, zwanzig Jahren noch die ganze Familie am Wochenende um ein TV-Gerät versammelte und gemeinsam fernsah, ist inzwischen eher Einzelguckertum angesagt. Es gibt sie zwar noch - Familien, in denen eine bestimmte Sendung für alle fest zum Samstagabend gehört - aber ihre Zahl schrumpft.

Das liegt zum einen an der sogenannten "Vollausstattung" bundesdeutscher Haushalte mit Fernsehern; laut Bundeszentrale für politische Bildung verfügen viele Familien über ein Zweit- oder sogar Drittgerät. Das heißt: Im Zweifel kann sich jeder vor seine eigene Flimmerkiste zurückziehen. Zum anderen machen heutzutage Online-Streamingdienste unabhängig vom Programm und bieten eine Vielzahl unterschiedlichster Serien, Shows, Formate und Filme. Jederzeit und für jeden Geschmack. Und der äußert sich innerhalb eines familiären Gefüges durchaus mal komplett entgegengesetzt.

Genau darum waren große Samstagabend-Shows auch so angenehm: Sie wurden nicht diskutiert oder in Frage gestellt. Der kleinste gemeinsame Nenner, Konstante und Markierung im stressigen Familienalltag.

Wie lässt sich die Lücke füllen?

Hierfür einen adäquaten Ersatz zu finden, ist eine kleine Herausforderung und mit Gesellschaftsspielen, Sonntagsfrühstücken oder Kochabenden nicht ausschließlich zu ersetzen. Aus zwei Gründen: Erstens ist fernsehen laut der "Freizeit-Monitor 2013"-Studie von der Stiftung für Zukunftsfragen nach wie vor die unangefochtene Lieblingsbeschäftigung der Deutschen - und zwar in allen Lebensphasen. 96 Prozent sehen demnach einmal pro Woche fern; gut zwei Drittel sogar täglich. Erst danach folgen telefonieren und Radio hören. Zweitens macht die zeitliche Unabhängigkeit vom Fernsehprogramm durch Streaming die gemeinsame Terminfindung - besonders mit Kindern im Teenageralter - diskutabel und dadurch kompliziert.

Regelmäßige Rituale sind aber erwiesenermaßen essenziell für das familiäre Gefüge und ein Gefühl der Verbundenheit. Das schaffte "Wetten, dass..?" fast zwanzig Jahre lang. Was also tun?

Mögliche Lösungsansätze:

Sammeln Sie mit allen Familienmitgliedern Vorschläge für eine neue Lieblingssendung und stimmen Sie gemeinsam ab. Oder suchen Sie sich erst einen festen gemeinsamen Termin und schauen Sie spontan, was dann läuft. Wenn Sie einen Streamingdienst abonniert haben, können Sie auch zusammen einen Film der Woche aussuchen und ihn am Samstagabend schauen. Dann klappt's auch mit der Familien-Show - ganz ohne "Wetten, dass..?".

jbw

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.