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Namenssuche für Kinder: "Der Name der Frau, in die mein Vater verliebt war": So kamen Twitter-Nutzer zu ihren Vornamen

Den richtigen Namen für ein Kind zu finden, auf den sich zumindest die Eltern einigen können, ist oft eine Wissenschaft für sich. Auf Twitter haben einige User berichtet, welchen Hintergrund ihr Vorname hat.

Neugeborenes Baby

Die Suche nach dem richtigen Namen fürs Kind führt oft zu Diskussionen

Getty Images

Seinen Namen kann man sich nicht aussuchen – wohl oder übel muss man damit sein ganzes Leben lang zurechtkommen, auch wenn sich manche Menschen von ihrem bürgerlichen Namen so weit entfernen, dass sie eigentlich überall nur noch unter ihrem Spitznamen bekannt sind. Dabei ist es doch interessant, wie die Eltern einst auf genau diesen Namen gekommen sind. Die Auswahl ist schließlich riesengroß und oft werden zwischen Paaren erbitterte Diskussionen über den Namen des Nachwuchs geführt.

Genau das wollte die Twitter-Userin "@Wertes Fräulein" von ihren Followern wissen. Sie selbst machte gleich den Anfang: "Ich trage den Namen der Frau, in die mein Vater ewig verliebt war und die er nie haben konnte. An Stelle meiner Mutter hätte ich ihm 'nen Vogel gezeigt." Anschließend teilten auch viele andere User die Geschichten hinter ihren Vornamen. Bisher gab es auf den Tweet schon mehr als 750 Antworten.

Namenssuche: Promis, Literatur und Verwandte

Darunter auch die eine oder andere kuriose Geschichte: Eine Userin sollte eigentlich Jennifer heißen, benebelt von der Narkose beim Kaiserschnitt nannte ihrer Mutter aber Miriam als Namen. Im Fall des Users Dominik setzte sich der Vater mit seiner Namenspräferenz durch, da er "keinen Deppennamen" wollte – seiner Frau wäre Justin, Kevin oder Patrick lieber gewesen. Eine andere Userin sollte eigentlich Madeleine oder Julia halten, allerdings hießen die Babys der beiden Frauen, die mit ihrer Mutter ein Krankenhauszimmer teilten, bereits so – also musste ein anderer Name her.

Bei vielen Usern geht der Name auf große Vorbilder zurück, seien es Prominente, Figuren aus der Literatur oder geliebte Verwandte. "Der große Bruder meines Vaters, den er nie kennengelernt hat, ist mit eineinhalb Jahren im 2. WK bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen. In meinem Namen lebt die 'Erinnerung' an ihn weiter", erzählt jemand. Die siebenjährige Schwester einer Userin schlug bei deren Geburt Ronja Räubertochter oder Pippi Langstrumpf vor – es wurde glücklicherweise Ronja. Andere User sind nach Schwimmern, Fußballern oder Sängern benannt.

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Und manchmal stecken auch ganz banale Geschichten hinter der Namenswahl. Mitunter sind es ganz praktische Gründe, die die Hauptrolle spielen, aber womöglich manches Fettnäpfchen ersparen. Bei einer Userin durfte beispielsweise die Oma den Namen aussuchen, um sicherzugehen, dass sie ihn auch aussprechen könne. "Meine Mutter hat sich nach eigenem Bekunden Namen ausgesucht, die sie gut brüllen kann, wenn sie wütend ist", erzählt eine Nutzerin. Und auch die Mutter von Twitter-Userin Elli machte aus der Suche nach dem richtigen Namen für ihr Kind keine große Wissenschaft: "Den hab ich mal in der Fernsehzeitung gelesen und wir fanden den halt ganz nett."

epp
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