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Bist du schwanger?: Nervige Fragen, die jede Frau um die 30 kennt

Ob Beziehungsstatus oder Gebärmutterinhalt - ab einem gewissen Alter scheinen das Themen zu sein, die Frau auch mit Wildfremden diskutieren muss. 

Genervte Frau

"Nein, ich bin nicht schwanger. Ich trinke Wasser, weil ich Durst habe!"

Ein langer Holztisch, ein paar Flaschen Wein und eine bunt gemischte Frauenrunde. Ein paar sind verheiratet, manche haben Kinder, andere sind Single. Sie sind alle um die 30, einige haben die Hürde von der 2 zur 3 schon hinter sich, bei anderen steht sie bevor. Warum die 30 eine Hürde ist? Nicht, weil diese Frauen Angst vor dem Älterwerden oder ein paar Fältchen haben. Sondern weil sie von außen dazu gemacht wird - und weil rund um diesen magischen Geburtstag die nervigen Fragen überhandnehmen.

Als Frau scheinen private Entscheidungen irgendwann nicht mehr privat zu sein. Egal ob unter Freunden oder Fremden, in der Familie oder im Büro - die Beziehungs-/Lebensentscheidungen werden munter diskutiert. Wann heiratet ihr denn endlich? Wie, du hast gar keinen Freund, wird das nicht langsam Zeit? Und natürlich die Speerspitze jeder unverschämten Fragerunde, diese eine Frage, die plötzlich auch in Konversationen mit fast Fremden mitschwingt: Wie sieht's denn mit Kindern aus?

Die Frauenrunde stöhnt, jede kennt diese Fragen. Die junge Mutter beschwert sich über die Erzieherin ihrer Tochter, die regelmäßig nachfragt, wann denn mal das Zweite kommt. Schließlich wäre jetzt der Abstand zwischen den Kindern perfekt. Die Single-Frauen erzählen von Arbeitskollegen, die begleitet von einem fetten Grinsen, eine tickende Uhr vertonen. Und die Frisch-Verlobte gesteht, dass sie schon keine Lust mehr hatte, von ihren Hochzeitsplänen zu erzählen, weil das dauernde "Na, endlich!" sie so genervt hat. 


Eine Sammlung der nervigsten Bemerkungen

Ach, du bist 30 geworden? Mach dir nichts draus, 30 ist das neue 20!! 

(beschwörend) Du hast ja noch Zeit. Wirklich.

Du siehst aber höchstens wie 25 aus.

Krass, meine Mutter hatte mit 30 schon zwei Kinder.

Ach, du trinkst Wasser? Bist du schwanger?

Aha. Single.

Ich kenne ein Paar, das sich bei Tinder kennengelernt hat. Probier’s doch mal!

Wann zieht ihr endlich zusammen?

Wann heiratet ihr endlich?

Ihr heiratet, wie schön! Hast du ihn endlich soweit?

Du kriegst langsam Falten.

Ist das ein graues Haar?

Tick, Tack. Die biologische Uhr kennt keine Gnade.

Was macht dein Freund beruflich? Du würdest schon zu Hause bleiben, oder?

Soll deine Tochter etwa ein Einzelkind bleiben?

Oh Gott, du bist schon wieder schwanger??

 

Es mag meist keine böse Absicht hinter diesen Bemerkungen stecken. Manchmal sind sie vielleicht sogar gut gemeint. Doch sie gehen zu weit. Schließlich weiß das Gegenüber in den seltensten Fällen, was die Frau bewegt. Ob sie gerne Single ist oder noch an der letzten Trennung knabbert. Ob sie vielleicht gar keine Kinder kriegen möchte. Oder ob sie seit Jahren versucht, schwanger zu werden und jeden Monat aufs Neue verzweifelt.

Das sind Dinge, die wissen nur gute Freunde. Und die stellen solche Fragen erst gar nicht.


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