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Personalmangel in der Kinderbetreuung Kommen bald die Kita-Omas?

Laut Otto Wolf, dem Vorsitzenden der Senioren-Union, sollen RentnerInnen in Kitas die angespannte Betreuungssituation entzerren
Laut Otto Wolf, dem Vorsitzenden der Senioren-Union, sollen RentnerInnen in Kitas die angespannte Betreuungssituation entzerren
© Colourbox.de
Akute Personalnot in deutschen Kitas beeinträchtigt die frühkindliche Erziehung. Doch der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wolf, hat einen Plan: Er will Rentner in die Kitas schicken.

In Deutschlands Kitas fehlen laut Bertelsmann-Studie schätzungsweise um die 120.000 Erzieher und Erzieherinnen. Die Seniorenvereinigung der CDU will den Personalmangel in Kitas mithilfe von Rentnern beheben. "Vor allem alleinstehende ältere Frauen könnten sich so ihre oft schmale Rente aufbessern", sagt Otto Wolf, Vorsitzender der CDU-Senioren. Kommen also bald die Kita-Omas?

Seit vor einem Jahr der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz gilt, werden bundesweit qualifizierte Erzieher und Erzieherinnen gesucht. Doch die sind schwer zu finden, weil es schlicht zu wenig ausgebildete Fachkräfte gibt. Die Gewerkschaften und Berufsverbände für ErzieherInnen haben eine Initiative ins Leben gerufen, um für den Job zu werben.

"Schon jetzt müssen viele Kitas auf weniger qualifiziertes Personal wie zum Beispiel Praktikanten zurückgreifen", weiß auch Otto Wolf. Hingegen hätten viele Rentner ausreichend Zeit und zudem auch viel Erfahrung im Umgang mit Kindern. Auf der Website der GEW heißt es: "Pädagogische Qualität in der Kindertagesbetreuung kann nur durch gut qualifizierte Fachkräfte erbracht werden."

Als vollausgebildete ErzieherInnen können Senioren nicht eingesetzt werden. Sollen sie aber auch gar nicht. Laut Otto Wolf könnten die Senioren "die Kleinen mit Geschichtenerzählen oder Spielen unterhalten".

jbw mit AFP print

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