HOME

Elternzeit bei vollem Lohn: Richard Branson macht ein "bahnbrechendes" Angebot

Gute Nachrichten im Hause Virgin: Richard Branson zahlt Vätern und Müttern, die in Elternzeit gehen, ein Jahr lang ihr Gehalt weiter. Allerdings gilt das Angebot nicht für alle 50.000 Mitarbeiter.

Von Susanne Baller

Richard Branson macht ein Angebot, das man nicht ablehnen kann: ein Jahr durchbezahlte Babyferien. Ob er erwägt, das allen Mitarbeitern anzubieten, wird sich zeigen.

Richard Branson macht ein Angebot, das man nicht ablehnen kann: ein Jahr durchbezahlte Babyferien. Ob er erwägt, das allen Mitarbeitern anzubieten, wird sich zeigen.

Mit einem ungewöhnlich großzügigen Angebot beglückt der exzentrische Milliardär und CEO der Virgin Group Richard Branson seine Mitarbeiter: Bekommen oder adoptieren sie ein Baby, dürfen Mütter oder Väter bis zu einem Jahr in Elternzeit gehen - und zwar bei vollem Gehalt. Sie sollen die Babyzeit begleiten können, begründet Branson diese Entscheidung, mit der er ganz bewusst in seine Angestellten investieren möchte.

"Als Vater und inzwischen Großvater von drei wunderbaren Enkeln weiß ich, welche Magie in dem ersten Lebensjahr eines Kindes liegt - aber auch, wie viel Arbeit es bedeutet. Ich freue mich, dass wir unserer Belegschaft unsere Unterstützung anbieten können, sodass sie ihre Elternzeit in vollen Zügen genießen können. Wir arbeiten daran, das Geschäft zum Besseren zu verändern", zitiert die britische "Independent" Bransons Ankündigung.

Klitzekleine Einschränkungen

Allerdings gilt diese großzügige Offerte nicht für sämtliche Angestellten des britischen Mischkonzerns, der rund 50.000 Menschen in den unterschiedlichsten Branchen beschäftigt. In den Genuss der finanzierten Babyferien wird lediglich ein sehr kleiner Teil des Unternehmens kommen. Ausschließlich den 140 Mitarbeitern von Virgin Management, die für Großinvestitionen und Handelslizenzen zuständig sind und in London und Genf sitzen, wird die durchbezahlte Auszeit angekündigt. Und auch von diesen dürfen es nicht alle annehmen: Als Voraussetzung gilt eine mindestens vierjährige Firmenzugehörigkeit.

Wie viele Leute also tatsächlich infrage kommen, von dem Angebot profitieren zu können, das Virgin-Management-Geschäftsführer Josh Bayliss "bahnbrechend" nennt, ist ungewiss. Aber vielleicht plant Branson ja, sein großväterliches Verständnis für das eigentlich unbezahlbare erste Babyjahr auch noch auf das einfache Volk auszudehnen. "Wenn du dich um deine Angestellten kümmerst, kümmern sie sich auch um dein Geschäft", sagt Branson. Das gilt schließlich auf allen Ebenen.

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity