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Japan Schülerin wird jahrelang gezwungen ihre Haare zu färben – Schadensersatz

Schülerinnen aus Japan müssen was ihr Aussehen betrifft, strenge Regeln befolgen 
Schülerinnen aus Japan müssen was ihr Aussehen betrifft, strenge Regeln befolgen 
© Klaus-Werner Friedrich/ / Picture Alliance
Eine 21-jährige Japanerin hat ihre ehemalige Schule auf Schadensersatz verklagt, weil sie über Jahre gezwungen worden war, sich die Haare zu färben – mit Erfolg. Das Gericht befand dennoch, dass die Schule rechtmäßig gehandelt habe.  

Eine junge Frau aus Japan hat einen Schadensersatzprozess gegen ihre alte Schule gewonnen. Die Einrichtung hatte die heute 21-jährige jahrelang gezwungen, sich die Haare schwarz zu färben, obwohl ihre Haare von Natur aus braun sind.

Wie japanische Medien laut "BBC News" berichten, sei es an japanischen Schulen verboten, seine Haare zu färben, aufzuhellen, eine Dauerwelle legen zu lassen oder mit Extensions zu verlängern. Die Schule glaubte der Frau nicht, dass ihre Haare natürlicherweise braun sind und so musste sie ihre Haarfarbe an die der anderen Schülerinnen und Schüler angleichen.

Von schulischen Aktivitäten ausgeschlossen

Wie "BBC News" berichtet, soll die Frau jahrelang unter ihrer Haarfarbe gelitten haben. Ihr soll verboten worden sein, an einem Schulausflug teilzunehmen, ihr soll der Stuhl im Klassenzimmer weggenommen und ihr Name soll von der Klassenliste gestrichen worden sein, weil "ihr Haar nicht schwarz genug gefärbt war", so die Klage weiter. Dies habe dazu geführt, dass die Frau sich gezwungen gesehen habe, die Schule zu verlassen.

Die Verteidigung sagte vor Gericht wiederum aus, dass ein stellvertretender Schulleiter den Haaransatz der damaligen Teenagerin in einer "Begutachtung" überprüfte und glaubte, dass die natürliche Haarfarbe schwarz und nicht braun sei, wie sie behauptete.

Das Gericht von Osaka gab der Frau recht und sprach ihr einen Schadensersatz von 330.000 Yen (rund 2600 Euro) zu. Nichtsdestotrotz befand das Gericht, dass die Schule rechtmäßig gehandelt habe. Sie habe durch ihr Tun anderen Schülern demonstriert, sich auf das Lernen zu konzentrieren. Aber es sagte auch, dass die strengen Regeln die Schülerin deprimiert zurückgelassen haben und die Schule "den psychologischen Druck" auf sie nicht berücksichtigt habe.

Strenge Regeln an japanischen Schulen

Laut "BBC News" kontrollieren viele Schulen in Japan das Erscheinungsbild der Schüler streng und gingen sogar so weit, die Farbe der Unterwäsche vorzugeben.

Quelle: BBC News

yak

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