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New York: Schwangere vergibt Preis an den ersten Mann, der ihr seinen Platz überlässt

Stell dir vor, du bist schwanger und kein Mann steht in der Bahn für dich auf. Genau das ist einer New Yorker Designerin zwei Schwangerschaften hindurch passiert. Nun wurde der Bann endlich gebrochen.

Es ist ganz schön erschreckend, wie betriebsblind Männer unterwegs sind. Beziehungsweise wie unglaublich ignorant. Es war Yvonne Lin in ihrer ersten Schwangerschaft aufgefallen, dass sie unterwegs in der U-Bahn nicht ein einziges Mal von einem Mann einen Sitzplatz angeboten bekommen hatte. Egal wie schwanger sie war. Frauen hingegen, waren für sie aufgestanden.

Zu Beginn ihrer zweiten Schwangerschaft beschloss die 38-jährige Designerin deshalb, aus dieser Erkenntnis ein soziales Experiment zu machen: Würde es dieses Mal einen Vertreter der männlichen Spezies geben, der für sie aufsteht? Ihr seinen Platz überlässt? Die New Yorkerin ließ eine Auszeichnung beschriften, die sie jeden Tag mit sich herumtrug: Eine 20 Zentimeter große Statue eines bronzefarbenen Hulk, der sich das Hemd vom Leib reißt. Und nun, im achten Monat schwanger, hat Lin endlich jemanden getroffen, der sich dieses Preises würdig erwies: einen aufmerksamen jungen Mann, der in der U-Bahn für sie seinen Platz geräumt hat.

In ihren Preis hat Lin folgendes eingravieren lassen:

DER ERSTE ANSTÄNDIGE MANN

Der erste Mann, der einer Schwangeren binnen zwei Schangerschaften in der U-Bahn seinen Sitzplatz angeboten hat.

Sie hat ein Bild der Statue sowie ein Foto des Preisträgers bei Instagram hochgeladen und dazu einen einigermaßen wütenden Text verfasst: "Ich bin (wieder) im achten Monat schwanger und das sieht man auch. Allmählich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Männer zum Kotzen sind. Ich habe in meiner ersten Schwangerschaft nicht ein Mal von einem Mann einen Sitzplatz angeboten bekommen. Also habe ich das hier für die zweite Schwangerschaft anfertigen lassen und jeden Tag mit mir herumgetragen – bis zum vergangenen Freitag. Dieser Mann ist der Gewinner!"

Es lag nicht etwa daran, dass Winter ist und aufgrund ihrer Kleidung niemand sehen konnte, dass Lin schwanger ist. DNAinfo sagte sie, sie habe darauf geachtet, ihre Schwangerschaft optisch zu betonen. Lin ist in der Regel morgens und spätnachmittags während der Rush Hour unterwegs, wenn alle Plätze belegt sind. Als sie den "ersten anständigen Mann" traf, dessen Namen sie nicht kennt, war der auch noch besonders entzückend. Er hatte auf seinem Smartphone getippt und beiläufig aufgeblickt, als sie vor ihm stand. "Er sah zu mir hoch und guckte ganz erschrocken und beschämt", erzählte sie DNAinfo, "er stand sofort auf und sagte: 'Bitte nehmen Sie meinen Sitz, ich habe Sie gerade erst bemerkt.'"

Mit der Veröffentlichung ihrer Geschichte hofft Yvonne Lin, die New Yorker zu mehr Höflichkeit zu inspirieren – nicht nur Schwangeren gegenüber. "Wenn Männer nur genauso oft ihre Plätze hergäben wie Frauen, wäre schon alles in Ordnung", sagt sie. Vielleicht hat sich ja bis zu einer möglichen dritten Schwangerschaft Yvonne Lins das Verhalten in der US-Metropole schon ein wenig gebessert.

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bal
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