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Shitstorm für "Post von Wagner": "Ich kann gar nicht so viele Smoothies trinken, wie ich kotzen möchte"

Ernst nehmen kann man diesen Mann schon lange nicht mehr. Doch das heißt nicht, dass Franz Josef Wagner mit seinem täglichen Zwischenruf in der "Bild" nicht trotzdem für Aufregung sorgen kann. Nun hat er es auf arbeitende Mütter abgesehen.

Das Feindbild des Franz Josef Wagner: Ein Smoothie und Ursula von der Leyen im Hosenanzug

Das Feindbild des Franz Josef Wagner: Ein Smoothie und Ursula von der Leyen im Hosenanzug

Jeden Tag setzt sich Franz Josef Wagner hin und schreibt einen Brief. Nicht nur an reale Personen, Wagner schreibt auch mal an den Griechen-Gipfel, an Pferde. Oder an die Familienpolitik, so wie heute. Er bekommt in der "Bild"-Zeitung immer nur ein paar Zeilen Platz für seine, sagen wir, gewöhnungsbedürftigen Gedanken. Doch das reicht aus, um ein ganzes Land gegen sich aufzubringen. Denn das ist seine Aufgabe und darin ist er sehr gut.

"Wir alle wollen mehr Babys", schreibt Wagner in seiner heutigen Kolumne. Doch im letzten Jahr seien in Deutschland nur 682.063 Babys geboren worden, das sind ihm viel zu wenig. Wagner weiß, wer daran schuld ist: der Zeitgeist. "Mütter machen Karriere, Mütter haben Hosenanzüge an (Ursula von der Leyen), Mütter geben ihre Kinder in Kitas ab, Mütter verdienen mehr als ihre Männer, Väter gehen in Teilzeit."

Ach nein, es sind also die Mütter, die schuld sind. Die bösen arbeitenden Mütter, die ihre Kinder einfach in Kitas abschieben. Und Mitschuld haben auch die verweichlichten Väter, die nur Teilzeit arbeiten und weniger als ihre Frauen verdienen. Wenn diese Mütter nur zu Hause bleiben und sich um ihren Nachwuchs kümmern würden, würden sie automatisch mehr Kinder bekommen! Schließlich gibt es nichts Schöneres "als ein Baby, das schläft, zuzudecken. Es zu küssen und Gute Nacht zu sagen", erklärt uns Wagner heute. Und eine Mutter, die nicht durch einen Job abgelenkt wird, würde das auch erkennen und noch mehr Kinder in die Welt setzen. Schließlich ist genau das ihre Aufgabe als Frau, findet Herr Wagner.

Er ist enttäuscht von diesen modernen Müttern. "Sie sind Business-Frauen, Power-Frauen, sie trinken Smoothies, sie laufen sich im Fitnesscenter ihr Fett ab, sie sind Chefredakteurinnen, sie sitzen im Aufsichtsrat. Sie sind wie Männer." Und das kann doch niemand wollen! Wenn Frauen wie Männer wären, wären sie hinterher noch so wie Franz Josef Wagner … 

Auf Twitter hat der Autor nun ein paar neue Feinde Fans.

 

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