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Texas: Niemand hat ihr geholfen: Frau bringt Baby in Gefängniszelle zur Welt

Die Wärter sollen tatenlos zugesehen haben, wie die 25-jährige Shaye Bear, die wegen Meth-Besitzes in Untersuchungshaft saß, ein Frühchen zur Welt brachte. Der Vorfall wird nun untersucht.

Eine karge Gefängniszelle in Texas

In einer kargen Gefängniszelle in Texas brachte die Frau ihr Kind zur Welt

Picture Alliance

Shaye Bear ist eine junge Frau mit einem Problem: Die 25-Jährige ist süchtig nach Meth. Oder war. Genau kann man es nicht sagen. Fakt ist jedoch: Die Sucht brachte sie hinter Gitter. Schwanger. Die Kaution konnte sie nicht bezahlen. Dort brachte sie auch ihr Baby zur Welt – ohne Hilfe oder medizinische Überwachung, wie sie behauptet. Der kleine Junge wurde deutlich zu früh geboren.

"Ich brachte ein Kind, das 544 Gramm wog, in dieser winzigen Einzelzelle zur Welt. Ich schrie stundenlang, flehte die Wärter an, mir zu helfen", berichtete die Frau im Interview mit dem texanischen Lokalsender WFAA-TV. Sie war im sechsten Monat schwanger. Da das Baby nicht sofort schrie, saugte die Mutter ihrem kleinen Sohn nach der Geburt panisch das Fruchtwasser aus dem Mund, bis er atmete. Eine schreckliche Situation, die man nicht selbst erleben möchte. "Die Wärter liefen vorbei und sagten mir, dass sie nichts für mich tun würden, bis ich in der Zelle dieses Baby geboren hätte."

Was machten die Gefängniswärter?

Die Gefägnisleitung hält sich zu dem Vorfall bedeckt und verweist auf laufende Ermittlungen. Der örtliche Sheriff, Charles Edge, sagt aber, dass Shaye Bear während ihrer Zeit im Gefängnis permanent medizinisch versorgt worden sei. Aber gilt das auch für die Geburt?

Offenbar gingen die Gefängniswärter – aus welchen Gründen auch immer – davon aus, dass Shaye die Geburt selbst eingeleitet haben soll, um daraus Vorteile irgendeiner Art zu ziehen. Das sollte allerdings kein Grund sein, einer jungen Mutter bei einer so riskanten Geburt keine medizinische Unterstützung zur Seite zu stellen.

Immerhin wurde der kleine Junge, den seine Mutter Cashh taufte, nach der Geburt direkt in ein Kinderkrankenhaus gebracht. Der Vorfall wird nun untersucht, und auch dem Vorwurf gegen Shaya, die Geburt absichtlich frühzeitig eingeleitet zu haben, wird nachgegangen. Shaya Bear bestreitet das allerdings vehement.

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wt
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