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Trauerbewältigung: Vater sucht Hilfe auf Twitter: Wie verarbeitet man den Tod seines Kindes?

Ein Vater, der den Tod seines Kindes verarbeiten muss, sucht auf Twitter Hilfe, um mit seiner Trauer umzugehen. Die Community reagiert perfekt – ihn erreicht eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Vater hat seine Tochter verloren – und sucht auf Twitter Hilfe

"Ich komme gerade mit meinem Verhalten gar nicht zurecht", schreibt ein Nutzer auf Twitter und bittet um Antworten

Getty Images

Den Tod des eigenen Kindes verarbeiten zu müssen, ist wohl eines der tragischsten Erlebnisse, die einem Elternteil im Leben widerfahren können. Wer schon einmal den Verlust eines geliebten Menschen erleben musste, weiß, wie sehr man von den Emotionen überwältigt wird. Anfangs fühlen sich die Betroffenen wie betäubt und das Geschehene zu realisieren, ist kaum möglich. Irgendwann wird die Sehnsucht nach dem verstorbenen Menschen unermesslich groß. Die gleichzeitige Gewissheit, dass der Mensch niemals zurückkehrt, lässt einen in tiefe Traurigkeit fallen. Aus diesem Loch ohne Hilfe wieder herauszukommen, ist schwer. Umso wichtiger ist es für Betroffene, sich Hilfe zu holen. 

Genau so ergeht es gerade dem Twitter-Nutzer BigJogi. Er muss als Vater einen solchen Verlust verarbeiten. BigJogi fragte auf Twitter, ob es auch andere Nutzer gebe, deren Kind gestorben sei und wie sie damit umgegangen seien. 

Tod des Kindes: "Atmen. Es ging nur atmen"

Es folgten sehr emotionale Reaktionen von Menschen, die ihm Gespräche anbieten oder ihre eigenen Schicksalsschläge und Erfahrungen schildern. Ein Twitter-User bedankt sich bei BigJogi, dass er sich gezeigt hat. Dieser erwidert, dass das wohl seine Art sei, mit dem Verlust umzugehen. Ein anderer Nutzer schreibt: "Ich lebte in einer Wolke. Überleben. Trinken und essen, weil es sein musste. Der Wunsch zu schreien. Manchmal tat ich das. Sich auflösen wollen und vor allem: nichts mehr fühlen müssen. Irgendwann half es, Dinge zu tun zu haben. Mein Beileid." "Man überlebt, weil man nicht stirbt", meint ein Nutzer, der wohl Ähnliches erlebt hat, und schildert, dass er einfach weiter mache, auch wenn er nicht wisse, warum und wofür. Er hoffe, dass daraus dann eine Hoffnung auf morgen erwachse, auf ein Warum und Wofür. Andere empfehlen, sich Hilfe bei Menschen mit dem gleichem Schicksal zu suchen. 

Der Tweet von BigJogi wurde bis jetzt 680 Mal geteilt und bekam knapp 800 Likes. Die Reaktionen werden von Stunde zu Stunde mehr. Keine der Antworten wird seinen Verlust nur ansatzweise wieder gutmachen können. Dennoch ist es in dieser dunklen Zeit ein schönes Zeichen, dass ihm so viele Menschen Hilfe anbieten.

Depressionen
ky
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