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Muttertags-Kampagne: Warum sich ein ganzes Flugzeug über ein schreiendes Baby freut

Weinen für die Gemeinschaft: Mit einer Rabattaktion will eine amerikanische Fluggesellschaft das Ansehen von schreienden Babys in Flugzeugen aufbessern – und fabriziert ein witziges Video.

Weinendes Baby

Ein Baby - extrem unzufrieden mit der Gesamtsituation

"Ich bin ein bisschen aufgeregt. Ich will nicht die Frau mit dem Baby sein, das vier Stunden am Stück schreit", die junge Mutter lächelt zu Beginn des Films nervös in die Kamera und macht sich zusammen mit ihrem Sohn auf den Weg zum Flughafen. Sie haben einen vierstündigen Flug vor sich – und nehmen zusätzlich an einem Experiment der Fluggesellschaft Jet Blue teil.

Lange Flüge mit kleinen Kindern sind oft nicht nur für die Eltern eine Herausforderung. Ein Baby kann noch nicht alle zehn Minuten fragen "Wie lange noch?" oder "Wann sind wir denn endlich da?". Es schreit. Und selbst wenn das Flugzeug mit netten und kinderfreundlichen Menschen gefüllt ist – und nicht mit der Sorte Menschen, die meinen genau zu wissen, warum das Baby schreit und den Eltern alles andere als hilfreiche Ratschläge geben – ist den Eltern das Schreien des Kindes meist unangenehm. 

Passend zum Muttertag hat sich Jet Blue dem Problem angenommen und eine Aktion gestartet, die das Ansehen von schreienden Babys in Flugzeugen verbessern will. Wie sie das versuchen? Sie verkünden zu Beginn eines Fluges von New York nach Long Beach, dass für jedes Mal, wenn eines der anwesenden Babys in den folgenden Stunden schreien wird, alle Passagiere einen Rabatt von 25 Prozent auf ihren nächsten Flug erhalten. Schreit noch eines, zahlen alle beim nächsten Mal nur 50 Prozent, bei viermal Weinen springt sogar ein Freiflug für die Reisenden heraus. Und schon wird in dem Video, das sich gerade im Internet verbreitet, jeder laute Ton, der über die Lippen der Kleinen kommt, mit Applaus aufgenommen. Max, der Sohn der Frau, die Angst davor hatte, die Frau mit dem schreienden Kind zu sein, ist es, der den anderen Passagieren am Ende einen gratis Flug verschafft. 

Bisher gibt es auf Seiten der Airline offiziell keine Pläne, das Experiment zu wiederholen. Vielleicht ist das aber auch besser so. Denn zum einen sollten schreiende Babys auch akzeptiert werden, wenn sie einem keinen Rabatt einbringen. Und zum anderen hätten sonst vielleicht noch Schnäppchenjäger damit begonnen, Kinder in Flugzeugen zum Weinen zu bringen. 

vim
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